Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geographie, Land und Leute
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Seite - 423 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 423 - in Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869

Bild der Seite - 423 -

Bild der Seite - 423 - in Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869

Text der Seite - 423 -

Herabsteigen Uum Gipfel. 423 werthen Lage, aber ei bewegte sich so ruhig, als ob er sein ganzes Leben auf Eishängen von 50 Grad verbracht hätte. Das Ver- fahren wurde wiederholt; Croz ging wie früher voran und machte von den Felsen, die aus den Klippen rechtZ hervorragten, den besten Gebrauch, Unsere zweihundert Fuß Seil gingen wieder zu Ende und wir stiegen abermals einzeln hinab. Von diesem Punkte konnten wir auf den Felsen allein dreihundert Fuß tiefer klettern. Diese wurden nun zu reinen Klippen, und um halb drei Uhr machten wir Halt, um an der letzten Stelle, wo wir sitzen konnten, zu Mittag zu essen. Nach vierstündiger unaufhörlicher Arbeit hatten wir etwas über die Hälfte der Rinne zurückgelegt. Wir näherten uns jetzt, obgleich wir noch hoch oben waren, den Schrun- den an ihrem Fuße, und die Führer entdeckten auf eine mir un- bekannte Weise, daß die Natur so gütig gewesen sei, über den höchsten Schrund und etwa in der Mitte der Rinne eine Schnec- brücke, die einzige, gebaut zu haben. Wir beschlossen, quer über die Rinne zu dem Punkte zu gehen, wo die Schneebrücke sein mußte. Almer und Biener übernahmen die Arbeit, Croz und ich stellten uns fest auf den Felsen hin, um das Seil nachzulassen, während sie fortschritten. Man nimmt allgemein an, daß echte Eishänge, also keine Krusten von hartem oder weichem Schnee, in den Alpen selten vorkommen. Gewiß ist, daß ein Eisfeld wie dieses selten ist und noch seltener begangen wird. Es ist übrigens stets möglich, baß man auf ein solches Feld trifft, und aus diesem Grunde allein sollten Bergsteiger stets mit Eisbeilen und zwar mit guten bewaff- net sein. Die Form ist wichtiger, als man vielleicht glaubt. Wer als bloßer Liebhaber reist und Andere arbeiten läßt, um in ihre Fußstapfen zu treten, der kann jedes beliebige Eisbeil führen, vor- ausgesetzt, daß der Kopf nicht abfliegt oder sich sonst einfältig be-
zurück zum  Buch Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869"
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Titel
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Autor
Edward Whympers (Friedrich Steger)
Verlag
George Westermann
Ort
Braunschweig
Datum
1892
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
12.2 x 18.4 cm
Seiten
490
Schlagwörter
Alpen, Gebirge, Natur
Kategorien
Geographie, Land und Leute
Geschichte Vor 1918
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869