Seite - 424 - in Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Bild der Seite - 424 -
Text der Seite - 424 -
421 Ueber Lisbcile und ihnn Gebrauch.
nimmt.^ Für das Einhaucn uun Stufen in Eis giebt es kein
besseres Werkzeug als die gewöhnliche Spitzhauc, und ihre Form
pflegen die Eisbeile der besten Führer zu haben. Mein eigenes
Beil ist nach dem uon Melchior Nndeiegg gebaut, es besteht aus
Schmiede - Eisen
nnd ist an der
Spitze und am
Rande uerstählt.
Sein Gewicht,
den mit Nä-
geln beschlagenen
Handgriff einge-
rechnet, beträgt
4 Pfund. Beim
Einhanm von
Stufen in Eis
benutzt man das
spitze Ende aus-
schließlich, das
breite wird zum
Ebnen derselben,
namentlich aber
zum Einschlagen
in harten Schnee benutzt. Vortrefflich wie dieses Werkzeug zum
Einhauen ist, muß es als Anker unschätzbar genannt werden. Auf
der Reise ist es natürlich unbequem und ruft auf belebten Bahn-
höfen manche unangenehme Bemerkung hervor, wenn man den Kopf
* Diese Bemerkung mache ich nicht uhne Grund, Ich habe den Koftf
eines Beiles vun einem schwachen Zapfen abfliegen sehen, weil sein Stiel
durch eine sinnreiche aber unnütze Anbringung vun Nägeln durchbohrt war.
Wein Eisbeil.
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
- Titel
- Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
- Autor
- Edward Whympers (Friedrich Steger)
- Verlag
- George Westermann
- Ort
- Braunschweig
- Datum
- 1892
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 12.2 x 18.4 cm
- Seiten
- 490
- Schlagwörter
- Alpen, Gebirge, Natur
- Kategorien
- Geographie, Land und Leute
- Geschichte Vor 1918