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Bildspuren – Sprachspuren - Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie
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Der Quellenwert handschriftlicher Spuren auf Postkarten | 91 jedoch anhand mehrerer Postkartentexte, könnte ein dichtes Stimmungsbild der Nöte und Alltagsbeschäftigungen der untersteirischen Zivilbevölkerung während des Ersten Weltkrieges rekonstruiert werden.19 Gerade anhand des Beispiels des Ersten Weltkriegs lässt sich aber auch gut verdeutlichen, was das Quellenmedium Postkarte nicht zu leisten vermag: Wer Konkretes über militärisch-politische Geschehnisse an der Front oder etwas über bekannte Persönlichkeiten während des Krieges erfahren will, wird in Postkarten- beständen wohl kaum fündig werden. Will man aber bereits vorliegende Grundla- genwerke zur Situation der Zivilbevölkerung oder einfacher Soldaten während des Ersten Weltkrieges20 sinnvoll durch die Perspektive ‚von unten‘ ergänzen, bieten die handschriftlichen Nachrichten auf Postkarten eine massenhaft vorliegende Quelle: Sie erzählen vor allem von der Nahrungsmittelknappheit, der Teuerung und davon, wie die Menschen mit ihren unmittelbaren täglichen Erledigungen und ihrem Überleben beschäftigt waren; wie aber andererseits auch das ‚normale‘ Le- ben weiterging. Sehen wir dazu jene Postkarte in Abb. 6 und 7, die von einer un- bekannten Schreiberin, wohl einer Hausangestellten, im November 1914 aus Celje an eine Freundin/Verwandte und Berufskollegin verschickt worden ist. 19 Ein solches Stimmungsbild aus der Untersteiermark während des Ersten Weltkrieges ist bereits nachzulesen in: Almasy/Tropper, Štajer-mark, S. 149-161, sowie in Karin Almasy, Martin Sauerbrey, „‚Noviga ni nič. Vojska je hudič.‘ Prva svetovna vojna na razglednicah s Spodnje Štajerske“, Zgodovina za vse XXVI/1 (2019), S. 45-61. 20 Z. B. Martin Moll, Die Steiermark im Ersten Weltkrieg. Der Kampf des Hinterlandes ums Überleben 1914–1918, Graz 2014.
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Bildspuren – Sprachspuren Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie
Titel
Bildspuren – Sprachspuren
Untertitel
Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie
Autoren
Karin Almasy
Heinrich Pfandl
Herausgeber
Eva Tropper
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-4998-1
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Postkarte, Mehrsprachigkeit, Habsburger Monarchie, Alltagsgeschichte, Kurznachrichtenträger, Alltagskommunikation, Fotografie, Untersteiermark, Mikrogeschichte, Eisenbahn, Tourismus
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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