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Bildspuren – Sprachspuren - Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie
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Wie die Nadel im Heuhaufen | 117 Verlagshaus der St. Joseph-Bruderschaft im Zusammenhang mit den Ansichtskar- ten „Geschäftspraktiken [anzuwenden, welche] sonst gewöhnlich nur von jüdi- schen Firmen niederster Gattung geübt“ werden.29 SLOWENISCHE ANSICHTSKARTEN AUS KÄRNTEN Wie war es in Kärnten also um die slowenischen Ansichtskarten bestellt? Wann erschienen die ersten? Wie viele erschienen bis 1918? In welchen Verlagen er- schienen sie? In welcher Relation standen sie zu den deutschen? Unterscheiden sich die bildlichen Inhalte? Wie repräsentativ sind die bisherigen Untersuchungen, die slowenische Ansichtskarten aus Kärnten in den Blick nehmen? Den ersten Beitrag, der darauf Bedacht nahm, Kärntner Ansichtskarten mit slowenischem Aufdruck zu berücksichtigen, verfasste und bebilderte Walter Lu- kan, einer der ersten österreichischen Historiker, der den Ansichtskarten als histo- rischer Quelle Aufmerksamkeit widmete.30 Von den 92 dort publizierten Ansichts- karten haben 21 slowenische oder zweisprachige Aufdrucke des Ortsnamens. Im Beitrag ging Lukan auch kurz auf die Stellung der Slowenen in Kärnten im be- handelten Zeitraum ein. Eine Auswahl von hauptsächlich slowenischen Ansichts- karten (47 Ansichtskarten tragen slowenische oder zweisprachige Aufdrucke des Ortsnamens) veröffentlichte 2005 auch Milan Škrabec.31 Die umfassendste Publi- kation über die slowenischen Kärntner Ansichtskarten stammt ebenfalls von Mi- lan Škrabec,32 doch konzentriert sie sich hauptsächlich auf die Bildseite. Škrabec unternahm den Versuch, dem Betrachter alle (bei sechs Sammlern) erreichbaren Kärntner Ansichtskarten mit slowenischen Aufdrucken in einer Publikation zu präsentieren. In meine Evidenz (als Sammler und anhand von Publikationen) kamen slowe- nische und zweisprachige Ansichtskarten aus 128 Kärntner Orten, aus vielen Ort- schaften eine, aus einigen mehrere. Darüber hinaus gab es auch eine Reihe slowe- nischer Ansichtskarten mit Motiven, zum Beispiel mit Darstellungen von traditi- onellen Talschaftstrachten, hervorragenden Persönlichkeiten des politischen und kulturellen Lebens (z. B. Andrej Einspieler), historischen Szenen und Objekten 29 Freie Stimmen, 19. 01. 1907, Nr. 6, S. 7. 30 Walter Lukan, „Koroška“, in: Marjan Drnovšek (Red.), Pozdravi iz slovenskih krajev. Dežela in ljudje na starih razglednicah, Ljubljana 1987, S. 28-77. 31 Milan Škrabec, Narod naš dokaze hrani: stare razglednice, Ljubljana 2005, S. 7-61. 32 Milan Škrabec, Slovenski pozdrav s Koroške. Stare razglednice pripovedujejo, Ljubl- jana 2014.
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Bildspuren – Sprachspuren Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie
Titel
Bildspuren – Sprachspuren
Untertitel
Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie
Autoren
Karin Almasy
Heinrich Pfandl
Herausgeber
Eva Tropper
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-4998-1
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Postkarte, Mehrsprachigkeit, Habsburger Monarchie, Alltagsgeschichte, Kurznachrichtenträger, Alltagskommunikation, Fotografie, Untersteiermark, Mikrogeschichte, Eisenbahn, Tourismus
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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