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Bildspuren – Sprachspuren - Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie
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Seite - 118 - in Bildspuren – Sprachspuren - Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie

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118 | Theodor Domej aus dem slowenischen historischen Narrativ (Fürstenstein, Herzogsstuhl), Veran- staltungen und Theateraufführungen wie beispielsweise von Jakob Skets Miklova Zala (vgl. Abb. 3). Doch übersteigt deren Gesamtzahl (bisher) keine zwei Dutzend Exemplare. Nach oben ist die Grenze zwar offen, wie viele slowenische Ansichtskarten erschienen sind, bleibt aber einstweilen beiläufigen Schätzungen überlassen, die auf Erfahrungen von Sammlern gründen. Wahrscheinlich übersteigt die Gesamt- zahl der bis 1918 erschienenen Kärntner Ansichtskartenmotive mit slowenischen Aufdrucken nicht die Zahl von 250 (in Worten zweihundertfünfzig). Angesichts der Masse von Ansichtskarten mit ausschließlich deutscher Beschriftung ist sie also ein Randphänomen. Damit ist klar, dass sowohl die Summe der Orte, für die slowenische Ansichtskarten vorhanden waren, als auch die Anzahl slowenischer Ansichtskarten gering war. Als Hauptgründe hierfür seien vor allem folgende an- geführt: Zunächst führte zweifellos die periphere Lage eines großen Teils des slo- wenischen Siedlungsgebietes, wo kleine und kleinste Ortschaften vorherrschten,33 dazu, dass viele Orte ohne eigene Ansichtskarte blieben. Als ebenso wesentlich müssen das geringe gesellschaftliche Prestige der slo- wenischen Sprache und der strukturelle Druck vonseiten der lokalen und regiona- len Eliten in Betracht gezogen werden. Das Missachten der slowenischen Sprache auf einem sich eben durchsetzenden Massenkommunikationsmedium spiegelt die subalterne Position des Slowenischen wider. 33 Im Jahr 1880 hatte Kärnten 2.888 Ortschaften mit bis zu 500 Einwohnern und 68 mit mehr als 500 Einwohnern (54 Siedlungen hatten zwischen 500 und 1.000 Einwohner, zehn hatten zwischen 1.000 und 2.000, zwei zwischen 2.000 und 5.000, eine zwischen 5.000 und 10.000 und nur Klagenfurt gehörte in die Kategorie der Siedlungen mit mehr als 10.000 Einwohnern). Quelle: Oesterreichisches Statistisches Taschenbuch, Wien 1890, S. 5.
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Bildspuren – Sprachspuren Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie
Titel
Bildspuren – Sprachspuren
Untertitel
Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie
Autoren
Karin Almasy
Heinrich Pfandl
Herausgeber
Eva Tropper
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-4998-1
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
346
Schlagwörter
Postkarte, Mehrsprachigkeit, Habsburger Monarchie, Alltagsgeschichte, Kurznachrichtenträger, Alltagskommunikation, Fotografie, Untersteiermark, Mikrogeschichte, Eisenbahn, Tourismus
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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