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120 | Theodor Domej
noch einen sehr geringen Bevölkerungsanteil mit Slowenischkenntnissen aufwies.
Wallfahrten, als Verbindung religiöser Übungen und profaner Unterhaltung, wa-
ren in weiten Bevölkerungskreisen beliebte Formen des Kennenlernens nicht allzu
weit entfernter Orte. Diese religionslastigen Inhalte werden noch durch die zahl-
reichen Ansichtskarten verstärkt, die Außen- und Innenansichten von Kirchen zei-
gen. Somit illustrieren die Postkartenmotive gewissermaßen den katholischen
Charakter der Kärntner slowenischen Emanzipationsbewegung.
Abb. 4 und 5: Št. Jakob in Št. Peter v Rožu [St. Jakob und St. Peter im Rosental],
in der linken unteren Ecke das Gebäude der privaten slowenischen Volksschule37,
ohne Verlagsangabe, gelaufen 1907
37 Das mit Bleistift geschriebene Wort „schwarz“ auf dem Bild, welches das Gebäude der
privaten Volksschule zeigt (errichtet vom slowenischen Kyrill- und Method- Schulver-
ein) meint die durch den Schreiber vorgenommene umgangssprachliche ideologische
Zuordnung der Bildungsanstalt als klerikal.
Bildspuren – Sprachspuren
Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie
- Titel
- Bildspuren – Sprachspuren
- Untertitel
- Postkarten als Quellen zur Mehrsprachigkeit in der späten Habsburger Monarchie
- Autoren
- Karin Almasy
- Heinrich Pfandl
- Herausgeber
- Eva Tropper
- Verlag
- transcript Verlag
- Datum
- 2020
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-8394-4998-1
- Abmessungen
- 14.8 x 22.5 cm
- Seiten
- 346
- Schlagwörter
- Postkarte, Mehrsprachigkeit, Habsburger Monarchie, Alltagsgeschichte, Kurznachrichtenträger, Alltagskommunikation, Fotografie, Untersteiermark, Mikrogeschichte, Eisenbahn, Tourismus
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen