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Europäische Bild- und Buchkultur im 13. Jahrhundert
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140 katharina hranitzky des vorliegenden Beitrages ihre Diplomarbeit.3 Einerseits konnten damals wichtige Fragen in Bezug auf die Entstehungsgeschichte der Handschrift geklärt werden, an- dererseits gelang es, die Gruppe der Werke, die eine ikonographisch mit Cod. 490 übereinstimmende Ausstattung aufweisen, um zwei Bände zu erweitern.4 Das Ver- hältnis dieser Bücher zueinander wurde dabei jedoch nur zum Teil untersucht, da damals die inhaltliche Interpretation der Darstellungen im Vordergrund stand. Im Folgenden sollen die betreffenden Objekte deshalb einer erneuten, vertiefenden Betrachtung unterzogen und im Detail miteinander verglichen werden. Inhalt und Einordung des Cod. 490 In seinem Hauptteil enthält der Linzer Codex die Historia scholastica des Petrus Comestor († 1178), eine für den Schulgebrauch bestimmte Bibelparaphrase, die das ganze Mittelalter hindurch verwendet wurde und weit verbreitet war.5 Diesem Werk ist, gewissermaßen als Einleitung bzw. zur Ergänzung, das von Petrus Pic- taviensis († 1205) verfasste Compendium historiae in genealogia Christi vorgebun- den, eine stark geraffte, synoptische Zusammenfassung der biblischen Geschichte von Adam und Eva bis zur Auferstehung Christi in Form genealogischer Ketten.6 von Lisa Bessette / Barbara Drake Boehm / Evelyn M. Cohen u. a.): Pen and Parchment: Drawing in the Middle Ages. Ausstellungskatalog, New York, Metropolitan Museum of Art, Juni‒August 2009, New York 2009, S. 118 (bei Kat.-Nr. 32), Anm. 3, siehe un- ter: https://www.metmuseum.org/art/metpublications/Pen_and_Parchment_Drawi- ng_in_the_Middle_Ages. – Siehe des Weiteren Anm. 3, 5, 6. – Hinzuweisen ist auch auf Andrea Worm: „Vier Winde erheben sich von den vier Ecken der Welt – Mittelalterliche Winddiagramme und ihr Kontext“, Vortrag im Rahmen der Tagung „(An)ordnung und Schematisierung in der Kunst des Mittelalters“ am Kunsthistorischen Institut der Uni- versität Bonn, 2.–3.12.2016 sowie auf den in Anm. 52 genannten Vortrag derselben Au- torin. – Schließlich künftig Katharina Hranitzky: Cod. 490. Detaillierte Beschreibung zum Volldigitalisat (siehe Anm. 1), verfasst im Rahmen des Forschungsprojektes P 26172 des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (siehe unter: https://pf.fwf. ac.at/project_pdfs/pdf_final_reports/p26172d.pdf). 3 Katharina Hranitzky: Die Handschrift 490 der Studienbibliothek in Linz. Text- und Abbildungsteil. Diplomarbeit, Universität Wien (maschinschriftlich), 1989, online ver- fügbar unter: http://digi.landesbibliothek.at/viewer/resolver?urn=urn:nbn:at:AT-OO- eLB-4490679 (Text), http://digi.landesbibliothek.at/viewer/resolver?urn=urn:nb- n:at:AT-OOeLB-4493036 (Abb.). 4 Hranitzky, Diplomarbeit (zit. Anm 3), S. 61 und passim. Gemeint sind die beiden Co- dices in Lyon und München, siehe unten. 5 Bibliographie zur Historia zum Beispiel unter: https://enzyklothek.de/ (Suchmaske). Cod. 490 ist zum Beispiel genannt in: Mark J. Clark: Peter Comestor and Peter Lom- bard. Brothers in Deed. In: Traditio. Studies in Ancient and Medieval History, Thought, and Religion 60 (2005), S. 85–124, hier S. 105, Anm. 96. 6 Das Compendium ist noch nicht ediert worden. Wichtigste Online-Ressource: Jean-Baptiste Piggin: Peter’s Stemma, siehe unter: http://www.piggin.net/stemmahist/ petercatalog.htm (zuletzt aktualisiert: August 2017). Dabei handelt es sich um eine Liste der dem Autor bekannten Exemplare des Compendiums (einschließlich Cod. 490) mit Links zu Digitalisaten bzw. Online-Abbildungen sowie mit Angabe der verwendeten Quellen und der neueren Publikationen. – Siehe des Weiteren: Institut de recherche et d’histoire des textes (IRHT-CNRS), Notice de Compendium historiae in genealo-
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Europäische Bild- und Buchkultur im 13. Jahrhundert
Titel
Europäische Bild- und Buchkultur im 13. Jahrhundert
Autor
Christine Beier
Herausgeber
Michaela Schuller-Juckes
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-21193-8
Abmessungen
18.5 x 27.8 cm
Seiten
290
Kategorien
Geschichte Chroniken
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