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gen – die Nebenwinde haben ein einheitlich braunes Inkarnat, und die Köpfe der
Hauptwinde sind unkoloriert geblieben (vgl. Anm. 23) – oder bei der Marmorie-
rung des Fußschemels Christi. Schließlich fehlen in der Heiligenkreuzer Miniatur
Details wie das Alpha und das Omega oder die viereckige Umrandung der Minia-
tur – die Darstellung ist hier durch eine Wellenlinie vom Text getrennt.
Tugenden- und Lasterzusammenstellungen sind in Cod. 378 nicht enthalten:
Möglicherweise hat man in Heiligenkreuz bewusst nur das Kosmosbild kopiert –
tatsächlich wurde es auf ein Einzelblatt gemalt – und auf die weitere diagramma-
tische Ausdeutung des Compendiums verzichtet. Insgesamt mutet der Heiligen-
kreuzer Cod. 378 jedenfalls wie eine unvollständige und unsorgfältige Kopie des
Baumgartenberger Cod. 490 an, und dies trotz der reichen Verwendung von Gold.47
47 Siehe im Detail künftig Hranitzky, Cod. 490 (zit. Anm. 2). Abb. 12: Vierte Seite des Com-
pendiums Wien, Österreichische
Nationalbibliothek, Cod. 378,
fol. 3v, Heiligenkreuz, Mitte bis
drittes Viertel des 13. Jahrhunderts
Europäische Bild- und Buchkultur im 13. Jahrhundert
- Titel
- Europäische Bild- und Buchkultur im 13. Jahrhundert
- Autor
- Christine Beier
- Herausgeber
- Michaela Schuller-Juckes
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2020
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-21193-8
- Abmessungen
- 18.5 x 27.8 cm
- Seiten
- 290
- Kategorien
- Geschichte Chroniken