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für rEcht und ordnunG
Zeugenreihen der Schenkungen und Rechtsgeschäfte ablesen lässt,48 scheint auch
die Verbreitung des hier vorgestellten Heiligenkreuzer Fleuronnée-Stils vor dem
Hintergrund derartiger Netzwerke zu verstehen zu sein.
Durch die Handschriften, vor allem aber durch das urkundliche Material, das
die Werkgruppe maßgeblich bestimmt, wird deutlich, dass das Wirtschafts- und
Verwaltungszentrum Wien bei der Vermittlung künstlerischer Formen bereits ge-
gen Ende des 13. Jahrhunderts eine wesentliche Rolle gespielt hat. Gleichzeitig ma-
terialisiert sich in der einheitlichen Ausstattung der Urkunden die Verbindung von
Personen und Institutionen, die in ein- und demselben Netzwerk agiert haben.
Bildrechte: Abb. 1–6: Alois Haidinger; Abb. 7–15: Monasterium.net.
48 Lutter, Zisterzienser und Zisterzienserinnen in Wien (zit. Anm. 37), S. 174 f. − Die
räumliche Lage der zisterziensischen Stadthäuser in Wien und St. Niklas vor dem Stu-
bentor begünstigte ab dem Ende des 14. Jahrhunderts beispielsweise auch eine Trans-
portgemeinschaft von Heiligenkreuz, Zwettl, Lilienfeld und St. Niklas für den Salzhan-
del. Siehe ebd., S. 174 f.
Europäische Bild- und Buchkultur im 13. Jahrhundert
- Titel
- Europäische Bild- und Buchkultur im 13. Jahrhundert
- Autor
- Christine Beier
- Herausgeber
- Michaela Schuller-Juckes
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2020
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-21193-8
- Abmessungen
- 18.5 x 27.8 cm
- Seiten
- 290
- Kategorien
- Geschichte Chroniken