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WAS BITS UND BÄUME VERBINDET - Digitalisierung nachhaltig gestalten
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› Autorin: Katja George Einen 3D-Drucker reparieren? Das Design eines Solarmoduls ver- bessern? Einen Webstuhl konstruieren und eigene Stoffe herstellen? Das klingt allenfalls für industrielle Dienstleister durchführbar. Doch dank Open Source Ecology (OSE) könnte genau dies in Zukunft für uns alle möglich sein. OSE ist eine weltweite Bewegung, die in den 2000er-Jahren in den USA entstand und sich für die Entwicklung Freier-Open-Source- Hardware einsetzt. Die OSE-Community entwickelt technische Werk- zeuge und stellt dabei sämtliche Bestandteile des Lebenszyklus, von der Forschung über die Baupläne bis hin zum Recycling, öffentlich und frei zur Verfügung. Der Aufbau soll leicht verständlich sein. Einfach zu be- schaffende, umweltfreundliche Materialien werden verwendet. Gestal- tungs-, Bau- und Reparaturprozesse können so von vielen unterschied- lichen Nutzer*innen selbst durchgeführt und an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.   «Wir wollen das Rad nicht neu erfinden, aber wenn wir es tun, dann zum allerletzten Mal. Nach uns muss es niemand mehr machen. Dann sind alle Schritte frei zugänglich für jeden, und es geht nur noch darum voranzukommen», fasst Martin Häuer die Herangehensweise von Open Source Ecology Germany zusammen. In Deutschland hat die Bewegung seit etwa drei Jahren einen Verein.   Wie das Wort ‹Ecology› im Namen impliziert, ist Nachhaltigkeit ein zentraler Gedanke für OSE. So ermöglicht die Offenheit von Bauplänen eine Perspektive für Kreislaufwirtschaft. Denn nur wenn wir wissen, welche Materialien in unseren Geräten verbaut sind, haben wir die Möglichkeit, diese wiederzuverwenden oder in anderen Stoffkreis- läufen zu verwerten. Die deutsche Community entwickelt außerdem klimafreundliche Technologien im Bereich der erneuerbaren Energien. Ein Beispiel ist die Libre Solar Box, welche die Verwaltung unab hängiger Stromerzeugung und Stromspeicherung im Haus sowie E-Mobilität kostengünstig und einfach ermöglichen soll.   Grundlegend denkt die OSE Wirtschaften in einer anderen Art und Weise. Unser gegenwärtiges ökonomisches System beruht auf der Knappheit von Ressourcen und der Konkurrenz zwischen Menschen. Eine Open Source Economy hingegen würde bedeuten, dass Wissen und der Zugang zu diesem gemeinschaftlich geteilt werden und nicht nur für wenige privatisiert sind. So ist es für alle möglich, die Produktionsmittel für ein gutes Leben selbst und neu zu erschaffen. Statt Knappheit als Voraussetzung der Produktionsverhältnisse existiert eine Fülle von Problemlösungen unabhängig von Ressourcenknappheit – statt sozialer Exklusion gibt es soziale Kooperation. OSE Germany will soziale Nachhaltigkeit konkret umsetzen und arbeitet daher mit einer dezentralen Organisations struktur mit wenig Hierarchien, «wie ein Organismus», veranschaulicht es Martin. Florian Rabis lädt herzlich und offen zum Mitmachen bei OSE ein, insbesondere die Nicht-Techies: «Falls die Bewegung wirklich etwas verändern will, braucht es mehr Leute. Das muss nicht unbedingt bei der technischen Entwicklung sein. Ein Anfang ist es schon, an einer Diskussion in unserem Forum teilzunehmen oder allgemein zu verfolgen, was entwickelt wird. Wir wollen, dass man uns auf die Hände schaut, also schaut hin!» ///<summary> Initiative: Open Source Ecology Germany e. V. Personen: 30 Vereinsmitglieder, circa 100 Aktive in der Community Gründungsjahr: weltweite Bewegung, seit 2016 gemeinnütziger ein- getragener Verein in Deutschland Ziel: Kreislaufwirtschaft Strategie: Anleitungen und Baupläne offen zur Verfügung stellen Web: opensourceecology.de ///<summary> Technologie, die allen gehört OPEN SOURCE ECOLOGY GERMANY e. V. PORTRÄT OPEN SOURCE ECOLOGY 106 1 1 0 1 0 1 0 ///
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WAS BITS UND BÄUME VERBINDET Digitalisierung nachhaltig gestalten
Titel
WAS BITS UND BÄUME VERBINDET
Untertitel
Digitalisierung nachhaltig gestalten
Autor
Anja Höfner
Herausgeber
Vivian Frick
Verlag
oekom verlag
Ort
München
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-SA 3.0
ISBN
978-3-96238-149-3
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
152
Schlagwörter
Digitalisierung, Entwicklungszusammenarbeit, Politik, Ressourceneffizienz, Nachhaltigkeitskommunikation
Kategorien
Informatik
Technik
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