Seite - 142 - in Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900
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142 G. Beck V. Manuagetta.
13. Schlesien.
Die meisten zusammenfassenden Arbeiten über die Flora Mährens und
Preuss.-Schlesiens behandeln auch die Flora Oesterr.-Schlesiens. Erstere
wurden bereits angeführt, von letzteren ist *Wimmers „Flora von Schlesien",
3. Aufl. (1857) und *E. Fiek, „Flora von Schlesien" (Breslau 1881) namhaft
zu machen und ferner auch zu bemerken, dass A. Garcke in seiner bekannten
„Flora Deutschlands", die bereits in 17. Auflage im Jahre 1895 erschienen
ist, neben Oesterr.-Schlesien auch die deutschen Theile Nordböhmens mit cin-
beg-reift. Fast alle Botaniker Preuss.-Schlesiens machten sich auch um die
Erforschung der Gefäss- und Sporenpflanzen der Grenzgebirge besonders ver-
dient. *F. Cohns „Kryptogamenflora von Schlesien" mit den sehr wertvollen
Beiträgen von *K. G. Stenzel (Farne), *K. Limprieht (Moose), *A. Braun
(Characeen), P. Richter (Algen), B. Stein (Flechten), *J. Schroeter (Pilze,
Breslau 1876—1892), ferner *J. Mildes „Bryologia silesiaca" (Leipzig 1869)
sind besonders wichtige Werke für die Kryptogamisten im Norden Oesterreichs.
Sonst wären von Forschern in Schlesien noch zu nennen: A. Baier
(Bielitz und Biala), J. Bayer, *A. Engler, *E. Fiek, J. Freyn, Hein (Laub-
moose Troppaus, RPr. 1874), P. Heuser, K. Kolbenheyer (Teschen), C. und
Th, Kotschy, E. Krause, *J. Milde, *A. Peter, Plucar (Laubmoose), H.
W. Eeichardt, S. Reissek, C. Schauer, *R. v. Uechtritz, F. Vierhapper
(Freiwaldau, Weidenau, GPr. 1880).
13. Gralizieii und Bukowina.
Die verdienstvollste Zusammenstellung der Gefässpflanzen Galizieus und
der Bukowina lieferte J. A. Knapp im Jahre 1872. Sein Werk „Die bisher
bekannten Pflanzen Galiziens und der Bukowina" (Wien 1872) enthält neben
genauen Literaturnachweisen und Standortsangaben auch die Diagnosen der
für Galizien neu beschriebenen Arten. Wichtig sind ferner einige andere
Florenwerke, so namentlich *E. Sagorski und *G. Schneider: „Flora der
Centralkarpathen" (Leipzig 1891), welches die von drei Nationen gelieferten
Resultate der botanischen Erforschung der Tatra gewissenhaft zusammen-
stellte und auch lateinische Beschreibungen der daselbst vorkommenden Ge-
fässpflanzen enthält; F. Herbich: „Flora der Bukowina" (Leipzig 1859);
B. Kotula: „Vertheilung der Gefässpflanzen in der Tatra" (Krak. Akad. 1891);
W. Scherffel: „Flora der Zipser Tatra" (Jahrb. Ung. Karpathenver., 1879/80).
Die Zahl der Beiträge zur Kenntnis der Landesflora ist eine sehr be-
deutende. Wir nennen nur einige Forscher mit ihrem Arbeitsgebiete: P. Am-
bros, *P. Ascherson und *A. Engler (Westgalizien, Karpathen), C. Bauer
(Bukowina), F. Berdau (Flora von Krakau, 1859 u. a.), A. Billimek (Krakau),
B. Blocki (zahlreiche Arbeiten von 1883 an), K. Borowiczka (Stanislau,
RPr. 1881), H. Braun (Rosen von Lemberg, Krak. Akad. 1886), *R. Fritze,
A. Grzegorjek (Tarnow), *C. Haussknecht, E. Hückl (Stryj, Sambor, Dro-
hobycz, GPr. 1866), F. Herbich, A. Hoborski, *H. Ilse, H.Kionka, J. A.
Knapp (mehrere Arbeiten), B. Knauer (Suczawa, GPr. 1863), C. Kocha-
Botanik und Zoologie in Österreich
In den Jahren 1850 bis 1900
- Titel
- Botanik und Zoologie in Österreich
- Untertitel
- In den Jahren 1850 bis 1900
- Autor
- Alfred Hölder
- Herausgeber
- K. K. ZOOLOGISCH-BOTANISCHEN GESELLSCHAFT
- Ort
- Wien
- Datum
- 1901
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 14.3 x 24.0 cm
- Seiten
- 716
- Kategorien
- Naturwissenschaften Biologie