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Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900
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Seite - 144 - in Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900

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144 G. Beck V. Mannagetta. Für die kritische wissenschaftliche Durcharbeitung sehr formenreicher und daher schwieriger Gattungen haben in neuerer Zeit die tüchtigsten Flo- risten Oesterreichs ihre Kräfte eingesetzt. Trotzdem bedarf es noch vieler Bestrebungen, um die floristische Er- forschung der österreichischen Länder nach jeder Hinsicht zufriedenstellend zu gestalten. Namentlich wird sich die Bereisung und Durchforschung zahl- reicher Gebiete viel intensiver gestalten müssen. Es gibt manche oft aus- gedehnte Landstriche, die botanisch recht ungenügend bekannt sind, so nament- lich in Galizien, im südlichen Böhmen, im östlichen Mähren, in den nördlich der Donau befindlichen Theilen Nieder- und Oberösterreichs und besonders in den Alpenländern, wo die freilich oft mit grossen Mühseligkeiten verbundene Erforschung der Hochgebirge noch vielfach der Gründlichkeit entbehrt; na- mentlich aber sind Krain und Dalmatien botanisch wenig gekannt. Die floristischen Ergebnisse genügen ferner im allgemeinen, um die Gliederung und Vertheihmg der Flora Oesterreichs übersichtlich zu erkennen. A. V. Kerner hat zuerst den natürlichen Floren im Gelände der deutschen Alpen (in Schaubach, „Die Alpen", 1870) seine Aufmerksamkeit zugewendet und sodann, dank seiner intensiven floristischen Kenntnisse, die Gliederung und Verbreitung der Oesterreich besiedelnden Flora sowohl in „Oesterreich- Ungarns Pflanzenwelt" („Die österr.-ungar. Monarchie in Wort und Bild", Uebersichtsband 1886), als auch in der mit R. v. Wettstein im Jahre 1888 herausgegebenen „Florenkarte von Oesterreich-Ungarn" begründet. Früher hatte schon Herbich eine Waldkarte von Galizien (ZBG. 1860) herausgegeben. Von anderen kartographischen Darstellungen der Vegetation einzelner Gebiete Oesterreichs ist hervorzuheben die Vegetationskarte des Wienerwaldes von Baden bis zur steirischen Grenze in G. v. Becks „Flora von Hernstein" (in M. A. Becker, „Hernstein in Niederösterreich", Wien 1884) und jene der Bukowina von C. V. Hormuzaki (ZBG. 1897).^) G. v. Beck hat ferner auch in seiner „Flora von Niederösterreich" (Wien 1893) die Vegetationsgrenzen Nieder- österreichs eingehend geschildert. IL Die Erforschung der Vegetation Oesterreichs (1850—1900). Während die Erforschung der Flora Oesterreichs in den Fünfzigerjahren schon auf schöne Ergebnisse zurückblicken konnte, Hess das Studium der Vegetation des Landes kaum bescheidene Anfänge erkennen. Man war ge- wöhnt, den Pflanzen nachzuspüren und sie descriptiv sowie systematisch zu behandeln. Den meisten Forschern lag es aber fern, die gesetzmässige Aus- gestaltung des Pflanzenkleides unter dem Einflüsse aller auf das Pflanzen- leben bezugnehmenden Factoren zu ergründen ; sie nahmen zumeist nur Notiz von der topographischen Verbreitung der Pflanzen ihres Gebietes, deren auf- fälligste Erscheinungen, wie die Vertheilung der Pflanzen nach Regionen und 1) Im Drucke befinden sich ferner zwei pflanzengeographische Karten von Illyrien in G. V.Beck „Vegetatiousverhältnisse von Illyrien".
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Botanik und Zoologie in Österreich In den Jahren 1850 bis 1900
Titel
Botanik und Zoologie in Österreich
Untertitel
In den Jahren 1850 bis 1900
Autor
Alfred Hölder
Herausgeber
K. K. ZOOLOGISCH-BOTANISCHEN GESELLSCHAFT
Ort
Wien
Datum
1901
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
14.3 x 24.0 cm
Seiten
716
Kategorien
Naturwissenschaften Biologie
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