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Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900
Seite - 172 -
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Seite - 172 - in Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900

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172 A. Zahlbruckner. Rostafinski zunächst das Schema seines auf ein reiches Material begrün- deteu neuen Systems der seltsamen Organismen, die er mit De Bary und Cienkowski für den Monaden nahe und mit den Pilzen kaum verwandt hält. Zwei Jahre darauf erschien seine grosse Monographie in polnischer Si)rache unter dem Titel: „Sluzowe, Mycetozoa" (Paris 1875, 4" mit 13 Tafeln) und später (1876) ein Supplement. Günther Beck Ritt. v. Mannagetta, derzeit Professor an der deutschen Universität in Prag, lenkte schon zu Beginn seiner erfolgreichen wissenschaft- lichen Thätigkeit seine Aufmerksamkeit auch den Pilzen zu. In eminenter Weise betheiligte sich Beck an der Erforschung der Pilzfiora Niederöster- reichs. In fünf Beiträgen, welche in den ZBG. (1880—1889) erschienen sind, ferner in seiner Zusammenstellung der Kryptogamen Niederösterreichs (ZBG. 1887) und ebenso in der „Flora von Hernstein" (Wien 1886) werden durch ihre kritische Bearbeitung wertvolle Beiträge zu einer Pilzflora des Kron- landes geboten. Ebenso wertvoll sind Becks pilzfloristische Angaben über Südbosnien und der angrenzenden Hercegovina. In anderen mykologischen Arbeiten, welche eingehende anatomische Untersuchungen voraussetzten oder eine Vertiefung in andere Capitel der Mykologie beanspruchten, bewies Beck seine völlige Vertrautheit mit der Pilzkunde. Er schrieb in unseren Vereins- schriften über Ustüago Maijidis Corda (1885), Foroptyche, eine neue Gattung der Polyporeen (1888), Ancylistes Pfeifferi nov.sp. (1896); in der OeBZ. (1889) beschreibt er Trichome in Trichomen bei Fezisa und in den DBG. (1889) die Sporenbildung bei der Gattung Fhlyctosimra Corda. Phytopathologische Mittheilungen finden sich von ihm in den „Sprechabenden" der Wiener Garten- bau-Gesellschaft, und jüngst erschien in Prag eine kleine Abhandlung, welche eine neue, durch Feronospora parasitica hervorgerufene Krankheit der Radies- chen erörtert. Hervorragend ist auch Becks Bearbeitung der Pilze in der von ihm in seiner Stellung als Leiter der botanischen Abtheilung des k. k. naturhistorischen Hofmuseums ins Leben gerufenen „Kryptogamae exsiccatae" und den dazu gehörigen ,.Schedae". Richard Wettstein Ritt. v. Westersheim, Professor an der Universität in Wien, betheiligt sich in seinen bedeutungsvollen mykologischen Studien an allen Richtungen dieser Disciplin. An der Pilzfloristik nimmt Wettstein durch seine in den ZBG. erschienenen „Beiträgen zur Pilzflora von Niederösterreich" (1882/83), durch seine „Vorarbeiten einer Pilzflora Steiermarks" (1885) und „Bei- träge zur Pilzflora der Bergwerke" (OeBZ. 1885) theil; Beschreibungen neuer Pilze und schöne Abbildungen derselben finden sich von ihm in den bereits genannten beiden Zeitschriften (1885, 1886 und 1888) und in den SWA. (1886). Viel Neues und zwar in schöner Darstellung bringen seine auf eingehende Untersuchungen begründeten anatomisch-morphologischen Studien, und zwar seine beiden Arbeiten über die Morphologie und Biologie der Pilzcystiden (1887) und über die harzabsondernden Organe der Pilze (1889). Die Frage über die heteroecischen Rostpilze berührt Wettstein in unserer Vereinsschrift (1890) und publiciert die Resultate seiner in dieser Hinsicht unternommenen Culturversuche. Von Interesse ist auch eine in der „Wiener klinischen Wochenschrift" unter dem Titel „Ist die Speisemorchel giftig?" erschienene
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Botanik und Zoologie in Österreich In den Jahren 1850 bis 1900
Titel
Botanik und Zoologie in Österreich
Untertitel
In den Jahren 1850 bis 1900
Autor
Alfred Hölder
Herausgeber
K. K. ZOOLOGISCH-BOTANISCHEN GESELLSCHAFT
Ort
Wien
Datum
1901
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
14.3 x 24.0 cm
Seiten
716
Kategorien
Naturwissenschaften Biologie
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