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Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900
Seite - 173 -
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Seite - 173 - in Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900

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Morph.ilojiic, Kiitwirklim^^s^^cscliiclitc uihI Systematik der Kry|tt";iaiiicii. 173 Ahhimdliing-, in welcher der Morchel, namentlich in nicht ganz frischem Zu- stande, die p:ig-enschaften eines heftigen Giftes zugesprochen werden. Pliyto- pathülogischcn Inhaltes sind Wettsteins Publicationcn über einen neuen Parasiten des menschlichen Körpers und eine Schilderung der wichtigsten pflanzlichen Feinde unserer Forste (1890); die Teratologie wird durch Schilde- rung eines abnormen Fruchtkörpers von Aßaricus procerm gestreift (1886). Jakob Bresadola. Abbate in Tricnt, ist derzeit der beste Kenner der Pilze des Trentino und l)esitzt auch sonst eine grosse Formenkenntnis, die ihn zur Bearbeitung auch aussereuropäischcr Pilzcollectionen befähigt. Bre- sadolas Hauptwerk betitelt sich: „Fungi Trideutini novi vel nondum deli- neati, descripti et iconibus illustrati' (Trient, 8», 1881—1889), dessen im Titel genanntes Progrannn sich hauptsächlich auf grössere Formen, insbesondere Hymenomyceten bezieht und kleine Formen nur in einzelnen Fällen berück- sichtigt. Die Bearbeitung der letzteren unternahm Bresadola gemeinschaft- lich mit Dr. A. N. Berlese in einer im Jahre 1889 in Rovereto unter dem Titel „Micromycetes Tridentini" erschienenen Schrift. Die Kenntnisse über die geniessbaren und giftigen Pilze des Trentino förderte Bresadola in nach- ahmungswürdiger Weise durch die lebensgetreue Abbildung und Beschreibung derselben in den Jahrgängen 1895—1899 des in der Bevölkerung verbreiteten „Almauaco agrario". Von pilzfloristischen Arbeiten dieses Forsciiers sind bis- her erschienen die Bearbeitung australischer, italienischer, sächsischer und aus der erythräischen Colonie stammender Pilze. Die Erforschung der Pilzflora unserer Monarchie erfuhr eine vielseitige Förderung; fast für jedes Kronland enthält die Literatur Beiträge, und für einzelne Gebiete konnte man bereits an zusammenfassende Schilde- rungen schreiten. (Vgl. auch den Abschnitt über die Entwicklung der Pflanzen- geographie.) Für Böhmen bringt den ersten grösseren in unsere Periode fallenden Beitrag in der OeBZ. (1856) Fr. Veselsky, damals k. k. Oberlandes- gerichtsrath in Eperies in Ungarn, in welchem er seine eigenen Funde und die von seinem Freunde, ObergärtnerPeyl in Kacin bei Kuttenberg, gesammelten Pilze aufzählt, und welcher einen bedeutenden Fortschritt gegenüber der in Opiz' „Seznam" (1852) aufgenommenen Liste der böhmischen Pilze bedeutet. An der Erforschung Böhmens betheiligten sich ferner C. Bauer, Anton Hansgirg, L. Schlögl, und in neuester Zeit beginnt Franz Bubak eine er- folgreiche Thätigkeit zu entwickeln. Letzterer hat sich auch mit einem Bei- trage zur Pilzflora Mährens durch eine Zusammenstellung der um Hohenstadt beobachteten Formen eingestelh. Für Galizien sind in floristischer Be- ziehung zwei im Jahre 1886 erschienene Mittheilungeu bemerkenswert; eine von diesen ist eine Aufzählung der Pilze Lembergs von J. Krupa, die an- dere eine Zusammenstellung der Uredineen Galiziens von M. Raciborski. Um die Erforschung der Pilzflora Niederösterreichs bemühten sich mehrere Autoren; es sei hier in erster Linie Prof. Anton Heimer 1 genannt, der im XV. Jahresberichte der k. k. Oberrealschule im Bezirke Sechshaus in Wien (1889) eine gediegene Monographie der niederösterreichischen Ascoboleen ver-
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Botanik und Zoologie in Österreich In den Jahren 1850 bis 1900
Titel
Botanik und Zoologie in Österreich
Untertitel
In den Jahren 1850 bis 1900
Autor
Alfred Hölder
Herausgeber
K. K. ZOOLOGISCH-BOTANISCHEN GESELLSCHAFT
Ort
Wien
Datum
1901
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
14.3 x 24.0 cm
Seiten
716
Kategorien
Naturwissenschaften Biologie
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