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Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900
Seite - 182 -
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Seite - 182 - in Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900

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182 A. Zahlbruckner. ihm der Tod in der Osternacht des Jahres 1900 Erlösung von schwerem und langem Leiden brachte. Die erste Arbeit KernStocks über die Flechten- flora Tirols erschien im Jahre 1883 im VIII. Jahresberichte der Staats-Unter- realschule in Bozen und behandelte die Flechten der Umgebung seines Domi- cils; im Jahre 1890 beginnend, erscheinen in rascher Folge in der ZBG. unter dem Titel „Lichenologische Beiträge" die wertvollen Ergebnisse seiner For- schungen um Bozen, Pinzolo, Jenesien, Monte Gazza, Judicarien, Moltener Alpen und Ehrenberg im Pusterthale. Ausserdem veröffentlichte er noch in der Zeit- schrift des Ferdinandeum in Innsbruck (1893) eine Aufzählung der von Ludwig Grafen v. Sarnthein in der Umgebung von Brixen aufgesammelten Flechten. Seine Arbeiten über die Flechtenflora Steiermarks wurden bereits erwähnt; es ist hinzuzufügen, dass aus seiner Feder noch eine kleine Mittheilung über die auf Flechten schmarotzenden Pilze (1897) und eine Arbeit, betitelt „Einiges über Flechten" (Carinthia II, 1900) stammt. Von seinem Krankenlager übersendete er an die Direction der Staats-Oberrealschule das Manuscript zu einer „Die euro- päischen Cladonien" betitelten Abhandlung mit der Bestimmung zur Aufnahme in den am Schlüsse des Schuljahres 1900 erscheinenden XLIII. Jahresbericht dieser Anstalt. Kernstocks rastlose Thätigkeit ist umso höher anzuschlagen, als er mit grossen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte ; der Mangel an literari- schen Hilfsmitteln und verlässlichem Vergleichsmaterial, wie seine schwankende Gesundheit konnten ihn nicht davon abhalten, das einmal Begonnene mit uner- müdlichem Eifer fortzusetzen. Wesentlich gefördert wurde er hierbei durch die thatkräftige, nie erlahmende Unterstützung Arnolds, die ihm die Möglich- keit bot, seine Arbeiten auf das angestrebte Niveau der Wissenschaftlichkeit zu heben, welches ihnen dauernden Wert sichert. Das musterhaft gehaltene Herbar Kernstocks, welches die gesammten Belege seiner Funde und die von ihm beschriebenen neuen Arten enthält, gieng nach seinem Ableben in den Be- sitz der botanischen Abtheilung des k. k. naturhistorischen Hofmuseums über. Zur Kenntnis der Verbreitung der Flechten in Krain und im Küsten- lande erschien im Jahre 1870 ein beachtenswerter Beitrag von J. Glowacki und F. Arnold; ersterer veröffentlichte auch ein Jahr später eine Zusammen- stellung der Flechten von Görz und im Jahre 1874 eine Bearbeitung der im Herbare Tommasinis befindlichen Eichenen. Um die Erforschung der Flechtenflora Triests bemühte sich erfolgreich während seines dortigen Auf- enthaltes Prof. J. Schuler. Dalmatien, dessen interessante Phanerogamenflora die Botaniker vielfach beschäftigte, blieb in lichenologischer Beziehung fast ganz vernachlässigt. Nur der k. k. Corvettenarzt Dr. E.Weiss sammelte da- selbst und in den angrenzenden Theilen Albaniens Flechten und brachte eine viel Neues enthaltende, pflanzengeographisch interessante Ausbeute zustande, deren Bearbeitung Koerber (1867) besorgte. Die im Occupationsgebiete gesammelten Eichenen bearbeitete A. Zahlbruckner und gab auch zur Orien- tierung über das früher auf diesem Gebiete Geleistete einen „Prodromus" (1890) heraus. Eine Zusammenstellung der in Venetien beobachteten Flechten veröffentlichte L. v. Heufler in dem XXI. Bande der ZBG. Um die Kenntnis der Flechten Ungarns erwarb sich die hervorragendsten Verdienste Fr. Hazslinszky. Seine ersten diesbezüglichen Arbeiten (1858/59)
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Botanik und Zoologie in Österreich In den Jahren 1850 bis 1900
Titel
Botanik und Zoologie in Österreich
Untertitel
In den Jahren 1850 bis 1900
Autor
Alfred Hölder
Herausgeber
K. K. ZOOLOGISCH-BOTANISCHEN GESELLSCHAFT
Ort
Wien
Datum
1901
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
14.3 x 24.0 cm
Seiten
716
Kategorien
Naturwissenschaften Biologie
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