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Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900
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Seite - 191 - in Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900

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;\Iori)holo!,äf, Knt\vickliiii;,^sgesi'hichte und Systematik iUt Kr\ i)t<);:;mieii. 101 und in einer Reihe wichtig-er Arbeiten Beiträge zur Kenntnis der tropi- schen Lebermoose geliefert; er hat in Jüngster Zeit haui)tsäehli('h die Hqya- ticae Javas zum Gegenstand seiner Studien gemacht, zu welchem liehufe er sich längere Zeit in Euitenzorg auf Java aufhielt. Als Ergebnis dieser Studien verötfentlichte Schiffner vor allem eine grosse und wertvolle Ab- handlung „Die Hcpaticae der Flora von Buitenzorg"; ferner gab er ein Lebcrmoos-Exsiccatenwerk unter dem Titel „Sehiffner, Iter indicum" her- aus, welches meist Moose aus Java umfasst, darunter einzelne neue Gattungen und zahlreiche neue Arten und \'arietäton, welche Sehiffner in einer Arl)eit, betitelt „Expositio plantarum in itinere suo indico annis 1B03/'J-1 suscejtto collectarum etc.", zu publicieren begonnen hat, deren erster Theil in dem G7. Bande der DAVA. erschienen ist. Auf dem Gebiete der Anatomie, Morphologie und Entwicklungsgeschichte der Moose ragt H. Leitgeb hervor. Sein grösstes Werk sind die „Unter- suchungen über die Lebermoose" (Jena 1874—1881); dasselbe besteht aus sechs Heften; von diesen handelt das erste Heft über Blasia pusilla^ das zweite Heft über „Die foliosen Jungermannien", das dritte Heft über „Die frondosen Jungermannien", das vierte Heft über „Die Riccien", das fünfte über „Die Anthoceroteen", das sechste endlich über „Die Marchantiaceen". Diese Abhandlungen sind, was die Morphologie der Lebermoose anbelangt, grundlegend und müssen direct als das wichtigste AVerk auf diesem Gebiete überhaupt angesehen werden. Ausserdem hat Leitgeb noch verschiedene kleinere Arbeiten veröffentlicht, welche zumeist in den SWA. und den NVSt. enthalten sind. Von diesen mögen noch besonders die „Beiträge zur Ent- wicklungsgeschichte der Pfianzenorgane" (vier Nummern, enthalten im 57.—59. und 63. Bande der SWA.) angeführt werden, welche sich mit den Wachs- thumsverhältnissen und der Entwicklungsgeschichte verschiedener Laub- und Lebermoose beschäftigen. Schliesslich sei darauf verwiesen, dass sich in der jüngsten Zeit F. Matouschek auch mit historischen Studien auf dem Gebiete der Bryologie befasst hat (vgl. ZBG., Jahrg. 1900). 5. Gefässkryptogamen. Von Dr. Fridolin Krasser. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war auf dem Gebiete der Gefässkryptogamenkunde das Hauptaugenmerk der österreichischen Botaniker auf die Erforschung der Landesfloren gerichtet, doch wurden auch exotische Collcctionen bearbeitet, monographische, morphologische, entwicklungsgeschiclit- liche und biologische Studien betrieben. In ersterer Beziehung ist vor allem Neilreichs Bearbeitung der Ge- fässkryptogamen in seiner „Flora von Xiederösterreich" (Wien 1859) hervor zuheben. Zehn Jahre später hat Reichardt „Die Farne Niederösterreichs" (Bl. f. Landeskunde von Niederösterr. 1669) neuerdings, und zwar in sehr über-
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Botanik und Zoologie in Österreich In den Jahren 1850 bis 1900
Titel
Botanik und Zoologie in Österreich
Untertitel
In den Jahren 1850 bis 1900
Autor
Alfred Hölder
Herausgeber
K. K. ZOOLOGISCH-BOTANISCHEN GESELLSCHAFT
Ort
Wien
Datum
1901
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
14.3 x 24.0 cm
Seiten
716
Kategorien
Naturwissenschaften Biologie
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