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Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900
Seite - 193 -
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Seite - 193 - in Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900

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Moriihologio, Kutwickluiiysyeschiclitc uiul .Systematik der KryptoKaincn. 193 „Untersuchungen über die Milzfiirne Europas" bcrücksicbtigen auch die pflanzengeographisclien Verhältnisse eingehender, als es damals zu geschehen pflegte. Obzwar schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch in Oester- reich das wissenschaftliche Studium exotischer Farne durch die für die Farn- systematik wichtigen Arbeiten von Corda, Presl und Schott gepflegt worden war, haben sich später nur wenige Oesterreicher zur Bearbeitung exotischer Gefasskryptogamen hingezogen gefühlt; doch haben gerade Oesterreicher an der Bearbeitung einer für den Betrieb botanischer Studien in den Troi)en ungemein wichtigen Kryptogamenflora, der Flora von Buitenzorg auf Java, hervorragenden Antheil. Raciborskis „Pteridophyten der Flora von Buiten- zorg" (Leiden 1898) ist speciell an dieser Stelle besonders hervorzuheben. Beck V. Mannagetta (Itin. princ. S. Coburgi, Wien 1888, und an anderen Orten), Reichardt (an verschiedenen Orten), K. Fritsch (DWA. 1900), F. Krasser (ZBG. 1898, AWH. 1900) haben gelegentlich orientalische oder exotische Gefasskryptogamen bearbeitet. J. G. Beer (OeBZ. 1865) machte den Versuch, eine Classification der Farne lediglich nach makroskopischen Merkmalen durchzuführen. Auf dem Gebiete der Morphologie sind insbesondere K. v. Ettings- hausens „Die Farnkräuter der Jetztweit. Nach dem Flächenskelet bearbeitet" (Wien 1865) zu verzeichnen. Das reichlich mit Textfiguren und 180 Tafeln in Naturselbstdruck ausgestattete Werk ist mehr als irgend ein anderes ge- eignet, den hohen Wert erkennen zu lassen, den die Formen des Leitbündel- verlaufes auch für die Systematik der recenten Farne innerhalb gewisser Grenzen besitzen. Viele Detailbeobachtungen über die morphologischen Ver- hältnisse recenter Gefasskryptogamen, speciell originelle Auffassungen über morphologische Verhältnisse der Lycopodiaceen finden sich in D. Sturs Culm- flora (Wien 1875—1877). Die „Morphologie der Achsen der Gefasskryptogamen" hat Velenovsky (Prag 1892) behandelt. Die Gefässbündelvertheilung in Stamm und Stipes der Farne wurde von Reichardt (DWA. XVII, 1859) eingehend untersucht und ihre Wichtig- keit für die Systematik klargelegt. Hugo Leitgeb hat auch der Entwicklungsgeschichte der Pteridophyten einige Arbeiten gewidmet und auch mehrere seiner Schüler zu solchen ver- anlasst. Vor allen sind Leitgebs Abhandlungen ..Zur Embryologie der Farne" (SWA. 77. Bd., 1878) und „Studien über die Entwicklung der Farne" (ibid. 80. Bd., 1879), „Ueber die Bilateralität der Prothallien" (Flora 1879) u. a. von Wichtigkeit. In der ersten Abhandlung werden Marsilia quadrifolia und Salvinia natans behandelt und Vergleiche mit der Entwicklung des Embryo der Moose angestellt. Die zweite Arbeit greift auf das Gebiet der Entwick- lungsmechanik über, insoferne die Ikcinflussung der Organanlage des Embryo Botanik und Zoologie in Ocsterreicb 1850—1!)00. 13
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Botanik und Zoologie in Österreich In den Jahren 1850 bis 1900
Titel
Botanik und Zoologie in Österreich
Untertitel
In den Jahren 1850 bis 1900
Autor
Alfred Hölder
Herausgeber
K. K. ZOOLOGISCH-BOTANISCHEN GESELLSCHAFT
Ort
Wien
Datum
1901
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
14.3 x 24.0 cm
Seiten
716
Kategorien
Naturwissenschaften Biologie
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