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Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900
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>Ioilili(ili»j,n('. Kiit\vi(klun<;st;oscliichfe und SystciiKitik der I'li.infro^^aincn. 203 J. Vilhelni;-^'') W.Voss,"') R. Wugner,--) K. v. Wcttstein/^^M P.Winter,-*) M. Willkomm^ö) ^ ^ Während also nach dem Gesagten eine grosse Zahl von Botanikern sich in den ersten Jahrzehnten der zweiten Hälfte des Jahrhunderts der anatomisch- physiologischen Hichtung zuwendete, einzelne sich den neu aufgetauchten entwicklungsgeschichtlichen und vergleichend -morphologischen Disciplinen widmeten, arheitete eine Anzahl von Forschern im Sinne der früheren Syste- matik weiter. Sie schufen vielfach Arbeiten von bleibendem Werte, die das schönste Zeugnis für die Gründlichkeit ihrer Verfasser ablegten, die aber trotzdem bei dem Älangel leitender Ideen einen neuen Aufschwung der Syste- matik nicht herbeizuführen vermochten. Hieher zählen die verdienstvollen, die forstliche Flora, die Flora der pyrenäischen Halbinsel und die Flora Deutschlands betreflfenden Arbeiten M. Willkomms, sowie dessen monogra- phische Bearbeitungen der Globulariaceen, der (iattungen Heliaidhemum und Cistiis, der Krummholzföhren u. a. Willkomm (geb. am 29. Juni 1821 zu Zittau in Sachsen, gest. am 26. August 1895 zu Niemes') hat überdies durch seine Lehrthätigkeit als Professor an der deutschen Universität in Prag und durch eine ausgedehnte allgemein belehrende Thätigkeit in hohem Masse ver- dienstlich gewirkt. Wie wenig die von Willkomm vertretene Richtung der Botanik unter den geänderten Zeitverhältnissen anregend wirkte, beweist viel- leicht am besten der Umstand, dass der einzige wdssenschaftliche Schüler Willkomms, V. Schiffner (geb. 10. August 1862 zu B.-Leipa, derzeit Pro- fessor an der deutschen Universität in Prag), nach einzelnen vielversprechenden, die Systematik der Phanerogamen betreffenden Arbeiten^) sich ganz den Bryo- phyten zuw^endete, die ihm Gelegenheit zu einer umfassenden und erfolgreichen wissenschaftlichenThätigkeit boten. Hierdürfte auch derOrt sein, einiger anderer österreichischer Botaniker zu gedenken, die im Verlaufe der Sechziger- und Siebzigerjahre auf systematischem Gebiete thätig waren, deren Arbeiten aber bei aller Gründlichkeit und bei allem Werte eine Auffrischung der systemati- schen Forschung überhaupt nicht anzubahnen vermochten. Hieher sind die zahlreichen kleineren systematischen Arbeiten H.W. Reichardts (geb. 16. April 1835 zu Iglau, gest. am 2. August 1885 bei Mödling^) zu zählen, der von 1878—1885 die Leitung der botanischen Abtheilung des k. k. naturhistorischen Hofmuseums innehatte und als ausserordentlicher Professor an der Wiener Universität eine erfolgreiche Lehrthätigkeit entfaltete; hieher dürfen wohl auch die auf grossen überseeischen Reisen gesammelte Pflanzenschätze be- treffenden Arbeiten^) des Marinearztes H.Wawra (geb. 2. Februar 1831 in 24) Zur Naturgeschichte der Zwiebel von Erythronium dem canis (^OeBZ. XLA'II, !S. 331). 25) Zur Morphologie der samentragenden Schuppe des Abietineenzapfens (Nova acta Leop. Carol. Acad. XLI, 1880). 1) Vgl. R. V. Wettstciii in DBG. XIV, S. (13), (1896), daselbst Schriftenverzeichnis.— A. Schott in Allg. bot. Zeitschr. 1895, Nr. 5. 2) Monographia Hellebororum (Nova Acta Leop. Carol. Acad. LVI, 1891). Die Gattung Hellelwrus, (Englers Jahrb. XI, S. 97). 3) Vgl.G.V.Beck in DBG. III, Heft 11 (1885) und in ZB(;. XXXV, 8.609. — Ferner H. W. Reichardt, ein Leljcnsbild von .1. Kannnerling, Mähr. Weisskirchen 1886. •*) Z. B. Sertimi Bcnguclense 186U (^gemeinsam mit reyritsclil; Neue Ptlanzenarten, ge- sammelt aufder transatlanti.schen Expedition 1859 60 (gemeiusani mit Malj); l'iantae Peckoltiauae
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Botanik und Zoologie in Österreich In den Jahren 1850 bis 1900
Titel
Botanik und Zoologie in Österreich
Untertitel
In den Jahren 1850 bis 1900
Autor
Alfred Hölder
Herausgeber
K. K. ZOOLOGISCH-BOTANISCHEN GESELLSCHAFT
Ort
Wien
Datum
1901
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
14.3 x 24.0 cm
Seiten
716
Kategorien
Naturwissenschaften Biologie
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