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Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900
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230 A. Burgerstein. T. Hanausek (zur näheren Kenntnis des von A. Vogl in der Frucht von Lolium temulentum entdeckten Pilzmycels), Gr. Haberlandt (Coujugation von Spirogpra), Heinricher (Mehrkernig-keit der Zellen und Austritt der Schwänn- sporen bei SpJiaeroplea), Lütkemiiller (Desmidiaceen), Palla (Cyanophyceen), Jancewsky (Phaeosporeen), Zahlbruckner (Lichenen), Vouk (Sporogonent- wicklung- von OrtJiotricJmm, Embryoentwicklung'von Äsplenium)^Lämmermayr (Marchantiaceen-Ehizoiden) Heinrieher (Sporenbildung bei Salvinia natans). Zu den Begründern der modernen Pharmacognosie gehört, wie schon in der Einleitung- hervorg-ehoben wurde, A. E. v. Vog-l. Aber auch Josef Möller, ferner Wiesner, Nevinny, T. Hanausek, Paschkis u. A. haben die pharma- cognostische Anatomie durch wertvolle Beiträg-e gefördert. Die Mikroskopie und Histochemie der Nahrungs- und Grcnuss- mittel, deren Verfälschung:en und Verunreinigungen bildeten den Gegenstand sorgfältigster Studien insbesonders von A. v. Vog-l, Jos. Möller, T. F. Ha- nausek und H. Molisch, deren Resultate theils in selbständigen Werken (Vogl, Nahrungs- und Genussmittel, 1872; Möller, Mikroskopie der Nahrungs- und Genussmittel, 1886; Molisch, Histochemie der pflanzhchen Genussmittel, 1891), theils in besonderen Abhandlungen niedergelegt sind. Die technische Warenkunde auf wissenschaftliche Grundlage gestellt zu haben, bleibt ein Verdienst Wiesners. Nebst verschiedenen Specialunter- suchungen über pflanzliche Eohstoffe veröffentlichte Wiesner eine Reihe selbständiger Werke: „Einleitung in die technische Mikroskopie" (1867), „Die technisch verwendeten Gummiarten, Harze und Balsame" (1869), „Mikrosko- pische Untersuchungen aus dem Laboratorium für technische Warenkunde am k. k. polytechnischen Institute zu Wien" (1872), „Die Rohstoffe des Pflanzenreiches" (Leipzig 1873). Das zuletzt genannte Fundamentalwerk ist soeben in zweiter Auflage, zwei stattliche Bände bildend, erschienen. An der Bearbeitung dieser Neuauflage haben sich ausser Wiesner noch die Botaniker W. Figdor, F. v. Hoehnel, T. F. Hanausek, F. Krasser, K. Linsbauer, K. Mikosch, H. Molisch, A. v. Vogl und K.Wilhelm betheiligt. Wertvolle Originalbeiträge zur wissenschaftlichen Kenntnis technisch ver- wendeter Rohstoife verdanken wir J. Möller, T. F. Hanausek und F. v. Hoehnel. Wiesner hat ferner durch jahrelange mühevolle Papierstudien— das Untersuchungsmaterial umfasste ca. 1600 Papiere vom 8. bis 19. Jahrhunderte — auf das bestimmteste gezeigt, dass die allgemein als richtig angenommene Behauptung, dass dem Hadernpapier ein Baumwollpapier vorausgegangen sei, unrichtig- ist {cliarta homhayana, nicht homhycina!), ferner dass das Hadern- papier nicht die Erfindung einer europäischen Nation, sondern eine Erfindung der Araber sei. Wiesner hat auch nachgewiesen, dass die Araber ihr Papier mit Stärkekleister geleimt haben, was bekanntlich erst wieder bei der Fabri- cation des Maschinenpapieres geschah. HL Brücke war der Erste, der die Protoplasmaströmung in den Nessel- haaren beschrieben hat (SWA. 1861). Später hat sich namentUch Veiten mit
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Botanik und Zoologie in Österreich In den Jahren 1850 bis 1900
Titel
Botanik und Zoologie in Österreich
Untertitel
In den Jahren 1850 bis 1900
Autor
Alfred Hölder
Herausgeber
K. K. ZOOLOGISCH-BOTANISCHEN GESELLSCHAFT
Ort
Wien
Datum
1901
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
14.3 x 24.0 cm
Seiten
716
Kategorien
Naturwissenschaften Biologie
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