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Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900
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318 H. Reliel. Verzeichnis böhmischer Trichoptereii 'j , 1894 weitere Nachträge /,n den früheren Verzeichnissen-), „Beiträge zur Kenntnis der böhmischen Hydro- ptiliden"'^) und einige kleinere Arbeiten im Ent. Monthly Mag. und in den Trans. Ent. Soc. London. Ein Jahr später erschien noch ein Katalog der böhmischen Trichopteren'^), 1897 zwei kleine Arbeiten im „Vestnik", 1898 die Beschreibung von fünf neuen Arten aus Ungarn''), eine Arbeit über die bosnische Fauna ^), der im nächsten Jahre eine zweite ähnliche folgte^). Im Jahre 1899 erschienen auch noch Bemerkungen über die Trichopterenfauna Ungarns®). Kleine Beiträge zur Trichopterenkunde finden sich auch in mehreren Arbeiten von G. v. Frauenfeld (1856), M. Nowicki (1864, 1867, 1869), Fr. Disconzi (1865), Dziezielewiez (1867, 1868, 1885, 1898), Dalla Torre (1878, 1882), Heller (1882), Fritsch (1883), Nowak (1891) undKempny (1900), welche alle bereits in den vorhergehenden Capiteln citiert sind. Lepidopteren. Von H. Rebel. Das Studium der Lepidopteren hat seit Ende des 18. Jahrhunderts fast unausgesetzt eine rege Pflege und literarische Förderung in Oesterreich er- fahren. Der Beginn zu einem tieferen Verständnis dieser Insectenordnung wurde durch einige Lehrer am k. k. Theresianum in Wien — namentlich Ignaz Schiffermiller und Michael Denis — gemacht, welche im Jahre 1770 ein systematisches Verzeichnis der Schmetterlinge der Wiener Gegend herausgaben, das als „Wiener Verzeichnis" bald das grösste Ansehen erlangte. Der Grund hiefür war nicht so sehr in der überraschend grossen Zahl von fast 2400 Arten, darunter eine grosse Anzahl neubenannter, zu suchen— umsoweniger, als die meisten Arten, dem als Entwurf publicierten Werke ent- sprechend, nicht descriptiv behandelt waren— als vielmehr in dem Umstände, dass hier zum erstenmale der Versuch gemacht wird, die Linne'sche Anord- nung zu durchbrechen und auf Grund genauer Kenntnisse der ersten Ent- wicklungsstadien ein neues System zu begründen, welches vielfach in glück- licher Weise die natürliche Verwandtschaft der Formen zum Ausdrucke brachte. Kaum lässt sich ein anderer systematischer Versuch auf dem engeren Gebiete der Lepidopterologie an Originalität und allgemeiner Bedeutung mit diesem vergleichen! Wird doch damit ein Gedanke, welchen erst Friedrich Brauer in unseren Tagen in der Hexapodensystematik zur vollen Anerken- nung gebracht hat, gleichsam schon vorausempfunden. Auf dem durch die Verfasser des „Wiener Verzeichnis" gewiesenen Wege schritten dann vielfach auch die nächsten Systematiker, wie Fabricius, Borkhausen, Ochsenheime r und Treitschke. Die beiden letztgenannten 1) Eozpravy Ceske Akad. — -) Sb. böhni. Ges. und Vöstnik.— ^) Sb. böhiii. Ges.— *) Catal. Faimae insect. bobein. Ges. für Pliy.siokratie Prag. — '") Term. füzet.— ^) Vöstniku Ceske Akad. ') Glasuik. — *) Term. füzet.
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Botanik und Zoologie in Österreich In den Jahren 1850 bis 1900
Titel
Botanik und Zoologie in Österreich
Untertitel
In den Jahren 1850 bis 1900
Autor
Alfred Hölder
Herausgeber
K. K. ZOOLOGISCH-BOTANISCHEN GESELLSCHAFT
Ort
Wien
Datum
1901
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
14.3 x 24.0 cm
Seiten
716
Kategorien
Naturwissenschaften Biologie
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