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Botanik und Zoologie in Österreich - In den Jahren 1850 bis 1900
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Geschichte der Zoologie. 351 den verschiedensten Theilen der Erde stammende Coleopterenausbeute der „Novara"-Expedition ^). Ludwig Miller (gest. 1897 in Wien) war in den Fünfziger- und Sechziger- jahren in Oesterreich der beste Kenner der europäischen Käfer. Wohl alle österreichischen Coleopterensammler der damaligen und auch noch späterer Zeit verdankten ihm die gewissenhafte Bestimmung ihrer Dubia, und so basieren viele Angaben in den Localverzeichnissen von Gredler, Bertolini, Brancsik, Nowicki, Lomnicki u. a. auf Millerschen Determinationen, Im Jahre 1857 gründete er mit Julius Lederer die WEM., deren letzter (8.) Band im Jahre 1864 erschien. Von den zahlreichen Novis, welche Miller in der Stett. EZ. (1850), in der WEM., und in den ZBG. (1851—1883) beschrieb, sind namentlich Grottenkäfer aus Krain, Dalmatien, Croatien und Ungarn und ostmediterrane Tenebrioniden aus Kindermanns Vorräthen^) hervorzuheben. Wertvoll waren auch Millers Bemerkungen über die Apionen der Wiener Ge- gend^) und über die schwierigen Arten der Gattung Cryptophagus^). Wichtige Beiträge zur Kenntnis der Coleopterenfauna unserer Monarchie enthalten seine Excursionsberichte : „Eine Excursion in das Tatragebirge" ^), „Eine coleoptero- logische Reise in die ostgalizischen Karpathen" -'), ..Eine coleopterologische Reise durch Krain, Kärnten und Steiermark im Sommer 1878" ^), „Bericht über eineim Frühling 1879 nachDalmatien unternommene coleopterologischeReise" ^). Auch nach den jonischen Inseln hat Miller eine Sammelreise unternommen, deren coleopterologische Ergebnisse er im 6. Bande derWEM. zusammenstellte. Dr. ClemensHampe (gest. 1884 inWien) beschrieb zahlreiche europäische Nova in der Stett. EZ. (1850), in den ZBG. (1851, 1852, 1853, 1855, 1856, 1873), in den Siebenb. Ver. (1855, 1856), in der WEM. (1861, 1863, 1864) und in der Berl. EZ. und bearbeitete die von Moriz Wagner in Persien und Kurdistan gesammelten Coleopteren^). Ernst Heeger machte in seinen Beiträgen zur Naturgeschichte der In- secten^'') die Entwicklungsstadien und die Lebensweise zahlreicher Coleopteren bekannt. Ferdinand Schmidt aus Schischka bei Laibach verdient wegen seiner Beiträge zur Kenntnis der Coleopterenfauna der Krainer Grotten Erwähnung. Neue Grottenkäfer beschrieb er in der Stett. EZ. (1852) und in den ZBG. (1854, 1855, 1860). F. Kutschera publicierte unter dem bescheidenen Titel „Beiträge zur Kenntnis der europäischen Halticinen" ^^) eine vortreffliche Bearbeitung der europäischen Erdflöhe. J. Angelo Graf Ferrari, gestorben am 18. Mai 1876 als Custos am k. k. zoologischen Hofcabinete in Wien, publicierte ausser kleineren kritischen, de- scriptiven oder faunistischen coleopterologischen Beiträgen in der Stett. EZ. (1845, 1852), in der WEM.^^) ^^^^l in den ZBG. (1866, 1869) eine grössere 1) In „Reise der österr. Fregatte „Novara", zool. Theil, Bd. n, 1. Abth., A. 1868, S. 1—299, Taf.I—V.— 2)WEM. 1869.— 3) Ebenda 1857.— *) Ebenda 1858.— &) Ebenda 1859, «. 300—311, 353-36G. — «) ZBG. 1868, S. 3—34. — ') Ebenda 1878, S. 463—470. — «) Ebenda 1880, S. 1—9.— ^) In MorizWagners „Reise nach Persien und demLande derKurden", Leipzig 1852, II, iS. 304—315. — 10) ÖWA. 1851—1859, 1866.— "iWEM. 1859—1864.— ^-) Unterdem Anonym eines süddeutschen Entomologen, 1859, 1863, 1864.
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Botanik und Zoologie in Österreich In den Jahren 1850 bis 1900
Titel
Botanik und Zoologie in Österreich
Untertitel
In den Jahren 1850 bis 1900
Autor
Alfred Hölder
Herausgeber
K. K. ZOOLOGISCH-BOTANISCHEN GESELLSCHAFT
Ort
Wien
Datum
1901
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
14.3 x 24.0 cm
Seiten
716
Kategorien
Naturwissenschaften Biologie
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