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War der Coronavirus-Lockdown notwendig? - Versuch einer wissenschaftlichen Antwort
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6. Lockdown–Elemente,Wirkungen,Alternativen 123 lierenundderenKontakteder letztenTagezufinden.DieKontaktemussten sichdaraufhin inQuarantänebegeben. Zur Kontaktnachverfolgung wurden sowohl traditionelle Papier-und- Stift-Verfahren eingesetzt (z.B. in Restaurants) als auch digitale Mobil- Telefon-Applikationen (engl. Tracing Apps), welche den Kontakt mit einer infizierten Person registrieren sollten. Die traditionelle Nachverfolgungs- MethodesetzteeinegroßeAnzahlvonPersonenvoraus,diebehördlicherseits infiziertePersonenundderenKontakteantelefonierenundmitentsprechen- denInformationenversehenmussten. Maßnahmen im Alltag. Bei den Alltagsmaßnahmen wurde größtenteils ebenfalls auf alte Konzepte zurückgegriffen. In vielen Ländern wurden Abstandsgebote verpflichtend gemacht, oft zu Beginn von 2Metern, dann 1,50 Meter. In den Vereinigten Staaten waren es 6 Fuß, also etwa 1,80 Meter. Diese Gebote wurden etwas unglücklich ›Soziale Distanz‹ betitelt, ging es doch weniger um soziale Distanz als um physische Distanz. Mit der physischen Distanz sollte die Übertragung von Tröpfcheninfektionen verringert werden. Inwieweit das auch für die Aerosole, also die kleineren Luftteilchenmit Infektionsrisiko galt, blieb bis in denSommer 2020hinein umstritten [397].Diese Aerosole sind auchüber eineEntfernung von 2Me- tern hinweg übertragbar. Neuere Empfehlungen haben Zweifel an strikten Entfernungsgeboten angemeldet und flexible Abstände gefordert [398]. Ob diese allerdings alltagspraktikabel sind, daran sind ebenso große Zweifel angebracht. NebendenAbstandsgebotenwurde das Tragen vonMaskenüberMund undNasezunehmendzurPflichtbeimAufenthalt inöffentlichzugänglichen RäumlichkeitenwieGeschäften,Gesundheitseinrichtungen oder im öffent- lichen Transport. ImVerlauf des Sommers 2020wurde dies auch in vielen Schulenangeordnet,seiesaußerhalbdesUnterrichts,manchmalsogarwäh- rendderLehrveranstaltung.Maskenwaren inDeutschlandschonkurznach den ersten Lockerungen in Geschäften und im öffentlichen Transport ver- pflichtend gemachtworden,während in der Schweiz diese erst später und dannauchzunächstnur imTransportwesenangeordnetwurden. ZudenAlltagsmaßnahmen zähltenweiterhin hygienischeMaßnahmen. Weithin akzeptiert wurden Regeln, die das Niesen und das Husten in die ArmbeugeanstattderHändeempfahlen.VonbesondererBedeutungwardie Handhygiene,alsoinsbesonderedasHändewaschenmitSeifefürungefähr20 SekundenoderaberdieNutzungvonDesinfektionsmitteln.DieDesinfektion vonOberflächenwieRestauranttischenoderHandgriffenvonEinkaufswagen
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War der Coronavirus-Lockdown notwendig? Versuch einer wissenschaftlichen Antwort
Titel
War der Coronavirus-Lockdown notwendig?
Untertitel
Versuch einer wissenschaftlichen Antwort
Autor
Dirk Richter
Verlag
transcript Verlag
Ort
Bielefelfd
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-8394-5545-6
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
192
Schlagwörter
Corona, Pandemie, Covid, Corona, Lockdown
Kategorien
Coronavirus
Medien
Medizin
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