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Die Corona-Pandemie - Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise
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dardrepertoire staatlichen Handelns. Daher sind sie den staatlichen Orga- nen wie der Bevölkerung wohl vertraut, weshalb die Wahrscheinlichkeit, dass sie abgelehnt werden, eher gering ist. Vor  allem aber zeigen die Maß- nahmen unmittelbar, d. h. innerhalb weniger Tage oder Wochen, Erfolge, was ihre Akzeptanz erhöht und das Ansehen des Staats sowie der verant- wortlichen Politiker steigert. Neben den staatlichen stehen insbesondere medizinische Maßnahmen im Zentrum der Krisenbewältigung. Sie umfassen die Behandlung der Er- krankten, d. h. die unmittelbare Linderung von Beschwerden, wie auch Ansätze zur grundsätzlichen Lösung des Problems: die Entwicklung eines Impfstoffs bzw. eines Heilmittels. Alles in allem kann in der Corona-Pandemie gehandelt werden. Für die Umsetzung der Maßnahmen stehen etablierte Vorgehensweisen zur Verfü- gung. Außerdem sind die Handlungen sichtbar erfolgreich, womit sie die Autorität der Akteure bestärken. Das Klima schützen Die Bewältigung der Herausforderungen, die mit der Erderwärmung ein- hergehen, wird in der Regel als Klimaschutz bezeichnet. Im wörtlichen Sinn ist das Klima nicht zu schützen. Der Ausdruck „Klima“ beschreibt den physikalischen Zustand der Erdatmosphäre, wie er sich im Durch- schnitt eines Zeitraums von dreißig Jahren zeigt. Solange es den Planeten Erde und das Sonnensystem in der bekannten Weise gibt, gibt es auch Kli- ma. Worum es beim Klimaschutz geht, ist die Bewahrung der klimati- schen Zustände, wie sie sich seit der letzten Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren, also während der erdgeschichtlichen Epoche des Holozäns, entwickelt ha- ben. Diese Verhältnisse waren und sind für die Entwicklung der Mensch- heit ungewöhnlich günstig, wie ein Blick in die Geschichte zeigt. Der Kli- mawandel bedroht die eingespielte Beziehung von Mensch und Natur, in- dem er zentrale Faktoren auf Seiten der Natur verändert. Dadurch wird ge- genwärtig und mehr noch in der Zukunft das Wohlergehen zahlloser Menschen gefährdet.21 Beim Klimaschutz lassen sich drei Herangehensweisen unterscheiden. Der Ansatz der Mitigation hat das Ziel, die sich beschleunigende Erwär- mung zu begrenzen, indem die Ursachen bekämpft werden. Daneben stellt sich die Aufgabe der Adaption, der Anpassung der gesellschaftlichen 4.2 21 Über die Auswirkungen auf nichtmenschliche Wesen wäre eigens nachzudenken. Einfache und vertrackte Probleme 191 https://doi.org/10.5771/9783748910589, am 02.10.2020, 10:33:08 Open Access - - https://www.nomos-elibrary.de/agb
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Die Corona-Pandemie Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise
Titel
Die Corona-Pandemie
Untertitel
Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise
Autoren
Wolfgang Kröll
Johann Platzer
Hans-Walter Ruckenbauer
Herausgeber
Walter Schaupp
Verlag
Nomos Verlagsgesellschaft
Ort
Baden-Baden
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7489-1058-9
Abmessungen
15.3 x 22.7 cm
Seiten
448
Schlagwörter
Philosophie, Theologie, Gesellschaft, Gesundheitssystem, Biopolitik, Menschenwürde, Bioethik, Intensivmedizin, Gesundheitsethik, Covid-19, Triage, Ethik, Strafrecht und Grundrechte, Krankenhausseelsorge, Spiritual Care, Pflegeheim, Social Distancing
Kategorien
Coronavirus
Medizin
Recht und Politik
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