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Der Umgang mit der Covid-19-Krise aus der Sicht der
kollegialen Führung eines Universitätsklinikums
Christa Tax, Gebhard Falzberger, Wolfgang Köle – befragt von Wolfgang Kröll
Einleitung
Das LKH-Universitätsklinikum Graz, welches im Eigentum des Landes
Steiermark steht, ist einerseits ein Spital der Basisversorgung für den Groß-
raum Graz südlich der Mur, andererseits Schwerpunktkrankenhaus für
den Raum südlich der Mur-Mürz-Furche, die Zentralkrankenanstalt der
Steiermark und Universitätsklinikum für den südösterreichischen Raum.
Der Leitspruch „Menschen helfen Menschen“ wird im Klinikum Graz tag-
täglich von den über 7.500 Mitarbeitern gelebt. Rund 1.500 Ärzte, 3.700
Pflegepersonen, über 1.000 Mitarbeiter des medizinisch-technischen und
des sozialmedizinischen Dienstes sowie 1.300 Mitarbeiter der Verwaltung,
Wirtschaft und Technik arbeiten Hand in Hand, um die medizinische
Spitzenversorgung für über 1,8 Millionen Menschen im Einzugsgebiet des
LKH-Universitätsklinikums Graz zu gewährleisten. Das LKH-Universitäts-
klinikum Graz versorgt pro Jahr an die 83.300 Patienten stationär und
über 436.900 Patienten ambulant. Für die stationäre Betreuung stehen ins-
gesamt 1.556 (systemisierte) Betten zur Verfügung, davon sind 175 Inten-
sivbetten. In einem Jahr gibt es knapp 3.400 Geburten, damit gehört die
Gebärklinik am Klinikum zu den größten im deutschsprachigen Raum. Je-
den Tag bewegen sich 16.000 Personen am Gelände – Mitarbeiter und Mit-
arbeiterinnen, Patienten und Patientinnen, Besucher und Besucherinnen,
Studenten und Studentinnen und Lieferanten. 19 Kliniken und zahlreiche
Verwaltungsgebäude sind auf insgesamt 60 Hektar verteilt, davon ist ca.
die Hälfte verbaute Fläche. Ein eigenes Straßennetz erstreckt sich über
knapp zehn Kilometer, begleitet von 14 km Gehsteigen. Beim Energie-
und Wasserverbrauch ist das Klinikum vergleichbar mit der Stadt Hart-
berg.
Alle historischen Gebäude wurden 1912 im Jugendstil erbaut und über
die Jahre durch moderne Gebäude, wie beispielsweise den 2017 eröffneten
neuen Chirurgieturm, ergänzt. Unterhalb des Klinikums erstreckt sich ein
unterirdisches Tunnelsystem auf drei Ebenen. Dank medizinischer Spit-
zenleistungen und höchster Qualitätsstandards hat sich das LKH-Universi-
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https://doi.org/10.5771/9783748910589, am 02.10.2020, 10:33:08
Open Access - - https://www.nomos-elibrary.de/agb
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Buch Die Corona-Pandemie - Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise"
Die Corona-Pandemie
Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise
- Titel
- Die Corona-Pandemie
- Untertitel
- Ethische, gesellschaftliche und theologische Reflexionen einer Krise
- Autoren
- Wolfgang Kröll
- Johann Platzer
- Hans-Walter Ruckenbauer
- Herausgeber
- Walter Schaupp
- Verlag
- Nomos Verlagsgesellschaft
- Ort
- Baden-Baden
- Datum
- 2020
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 4.0
- ISBN
- 978-3-7489-1058-9
- Abmessungen
- 15.3 x 22.7 cm
- Seiten
- 448
- Schlagwörter
- Philosophie, Theologie, Gesellschaft, Gesundheitssystem, Biopolitik, Menschenwürde, Bioethik, Intensivmedizin, Gesundheitsethik, Covid-19, Triage, Ethik, Strafrecht und Grundrechte, Krankenhausseelsorge, Spiritual Care, Pflegeheim, Social Distancing
- Kategorien
- Coronavirus
- Medizin
- Recht und Politik