Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Nach 1918
Das Schwarze Wien - Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938
Seite - 67 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 67 - in Das Schwarze Wien - Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938

Bild der Seite - 67 -

Bild der Seite - 67 - in Das Schwarze Wien - Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938

Text der Seite - 67 -

Der Städtebau im schwarzen Wien | 67 Anlage der Bahnsteige, der Führung von Nah- und Fernverkehr, den Zubringerwegen der Reisenden und des Gepäcks sowie der Architektur und der Anlage des Grundrisses.137 Zentrales Anliegen war eine gute internationale und innerstädtische Anbindung der Reisenden zum Bahnhof. Nah- und Fernverkehr sollten unter einem Dach abgewickelt werden können, wobei zur Steigerung der Effektivität besonders auf die Trennung der Verkehrswege einfahrender und abfahrender Verkehrsmittel Bedacht genommen wurde. Der Anschluss durch eine Untergrundbahn sollte zur Entlastung vor dem zunehmenden Autoverkehr dienen.138 Aufgrund dieses durchdachten Verkehrskonzeptes war es Aigner möglich sein Zent- ralbahnhofkonzept außerhalb der Innenstadt auf bahneigenem Grund beim Wiener Arse- nal am Wiedner Gürtel139 zu situieren.140 Die Front des sechsstöckigen, monumentalen Bahnhofsgebäudes, das sich stilistisch an den Bahnhof in Florenz anlehnte,141 sollte parallel zum Wiedner Gürtel liegen. Darin waren eine runde Zentralhalle,142 ein Verwaltungsgebäude, ein Empfangsgebäude, ein Bahnhofshotel, eine Postanlage samt Dienstwohnungen, eine Postbahnsteiganlage, eine Fernbahnsteighalle, Wohnbauten und Schulungsräume für Bahnbedienstete angedacht.143 Nach den internationalen Beispielen von Florenz und Moskau sollte auch ein Hof- und Regierungswartesalon mit eigenem Eingang zur Ausführung kommen.144 Die Bahnsteige wurden in Richtung der bereits bestehenden Verbindungsbahn unter einem Winkel von 38º 9’ gegen den Wiedner Gürtel gerichtet angedacht.145 Der heutige Hauptbahnhof in Wien liegt in etwa in derselben Position. Der eigens geschaffene Bahnhofsplatz war dafür vorgesehen, die 109.774 m² von Hoch- bauten bedeckte Fläche räumlich vom Gürtel trennen.146 Teilweise von den Gebäuden umgeben sollte er durch die architektonische Ausgestaltung mittels gleichartiger Materi- alien in die Gesamtanlage eingebunden werden. Durch eine Rednertribüne sollte der Platz als Versammlungsort und Aufmarschplatz dienen und war damit von Aigner als zweck- mäßige städtebauliche Lösung konzipiert.147 137 Ebd., S. 15–24. 138 Ebd., S. 52–56. 139 Fläche ca. 336.000 m² – Wiedner Gürtel, Sonnwendgasse, Schuppenfront und Arsenalstraße. 140 Aigner, Anlage, 1937, Dissertation, S. 56. 141 Ebd., Gesamtschaubild des Bahnhofes im Anhang ohne Seitenbezeichnung. 142 Nur die Schalterhalle sollte sich mit 27 m Firsthöhe von den 22,40 m hohen Teilen abheben. 143 Aigner, Anlage, 1937, Dissertation, S. 57–60. 144 Ebd., S. 80. 145 Ebd., S. 58. 146 Ebd., S. 59. 147 Ebd., S. 119–121.
zurück zum  Buch Das Schwarze Wien - Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938"
Das Schwarze Wien Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938
Titel
Das Schwarze Wien
Untertitel
Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938
Autor
Andreas Suttner
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien - Köln - Weimar
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20292-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
296
Kategorien
Geschichte Nach 1918
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Das Schwarze Wien