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Das Schwarze Wien - Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938
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72 | Wien im Ständestaat gewährleistet werden. Diese Strategie wurde im autoritären Ständestaat weitergeführt und mit einer Ausweitung des 1932 gegründeten Freiwilligen Arbeitsdienstes (FAD)177 unterstützt.178 Wie in Deutschland wurde 1935 eine Arbeitsschlacht initiiert, deren Schwerpunkt im Straßenbau lag. Es wurden im gleichen Jahr etwa soviel Mittel wie in Deutschland zur Verfügung gestellt, die aber schon 1936 wieder zurück genommen wurden. 1937 wurde ein weiteres, von den aufgewendeten Förderungen her aber kleineres, Programm gestar- tet.179 Die Erlöse dieser Arbeitsanleihen verwendete das Regime aber nicht für die Bekämp- fung der Arbeitslosigkeit, sondern konform ständestaatlicher Währungspolitik zur Stabi- lisierung der staatlichen Finanzen.180 Die Bauindustrie fungierte als Schlüsselindustrie bei der Beschäftigung Arbeitsloser. Nur so konnten die ausgegebenen Gelder weithin sichtbar gerechtfertigt und propagan- distisch verwertet werden. Der Bau der Großglockner Straße diente ebenso dazu, wie der der Höhenstraße, der Packstraße und der Reichsbrücke.181 177 Der freiwillige Arbeitsdienst war definiert als die freiwillige Betätigung von Arbeitslosen bei gemeinnützigen, zusätzli- chen Arbeiten, vgl.: Bundesgesetz vom 18. August 1932 über den freiwilligen Arbeitsdienst, in: Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich: 14. Oktober 1932, Stück 80, Nr. 304, S. 1105–1107. 178 Verordnung der Bundesregierung vom 9. Juni 1933, betreffend die Anwendung des freiwilligen Arbeitsdienstes bei dem zusätzlichen Arbeitsbeschaffungsprogramm des Bundes, in: Bundesgesetzblatt für die Republik Österreich, 17.06.1933, Stück 72, Nr. 229, S. 556. 179 Herbert Matis, Dieter Stiefel, „Mit den Vereinten Kräften des Capitals, des Credits und der Technik…“ – Die Geschichte des österreichischen Bauwesens am Beispiel der Allgemeinen Baugesellschaft – A. Porr Aktiengesellschaft 1896– 1945, Bd. 1, Wien – Köln – Weimar, S. 234. 180 Talos, Sozialpolitik, in: Talos, Neugebauer (Hg.), Austrofaschismus, 2005, S. 230. 181 Matis, Stiefel, Baugesellschaft – A. Porr, Bd. 1, 1994, S. 232 f. Abb. 20 Die Arbeitsschlacht wurde von der Vaterländischen Front politisch verwertet. (Vaterländische Front 1935). Open Access © 2017 by Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Köln Weimar
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Das Schwarze Wien Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938
Titel
Das Schwarze Wien
Untertitel
Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938
Autor
Andreas Suttner
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien - Köln - Weimar
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20292-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
296
Kategorien
Geschichte Nach 1918
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