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Das Schwarze Wien - Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938
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96 | Wien im Ständestaat Errichtung von Wohnhäusern (WFG).333 Darin wurden ein nicht rückzahlbarer Betrag von 10 % der Gesamtkosten und die Übernahme der Bürgschaft des Darlehensbetrages von Bankinstituten und Sparkassen durch den Bund gewährt. Somit schrumpften die Eigen- mittel auf 30 %. Die Gesamtsumme der Förderungen wurde mit öS 20 Mio. festgelegt.334 Die Größe der Wohnungen durfte dabei bis 120 m² betragen. Die Dauer des beratenden Beirates war bis zum 31. Dezember 1939 festgelegt.335 In der ersten Sitzung des KlWFG-Beirates im Juni 1937 wurde unter anderem über drei privat finanzierte Häuser in Wien von insgesamt elf bundesweiten Ansuchen beraten. In der zweiten Sitzung vom 14. Juli 1937 tat sich gerade die Gemeinde Wien, die in der ersten Sitzung kein Ansuchen gestellt hatte, mit mehreren Projekten hervor. Diese insge- samt sechs der acht für Wien eingereichten Ansuchen sollten von der gemeindeeigenen Zentralsparkasse336 gefördert werden. Einige bereits angesuchte, aber nicht behandelte Projekte sowie neue Ansuchen auf den Baugründen zurückgetretener privater Bauwerbe- rInnen wurden mit neuen Nummern in die nächsten Sitzungen aufgenommen. Dieses Vorgehen diente eher einer Handhabungserleichterung als der Steigerung der Ansuchen- zahlen. Für die 5. Sitzung vom 27. August, die 6. Sitzung vom 20. September 1937 und die 9. Sitzung vom 16. März 1938 fehlen leider die Übersichten, trotzdem lässt sich ein Trend für das gesamte Jahr 1937 erkennen. Die Ansuchen der Gemeinde verteilten sich gleich- mäßig auf die inneren Bezirke, mit Ausnahme des XVI. Bezirkes. Nur beim V. Bezirk wurden mit sechs Projekten, beim II. Bezirk mit drei und beim III. und IX. Bezirk jeweils mit zwei Projekten mehrere Häuser geplant. Es gab keine Mehrfachnennungen der Bau- gründe. Insgesamt wurden 609 Wohnungen in 16 Projekten angesucht. 333 Bundesgesetz über die Förderung der Errichtung von Wohnhäusern (WFG. 1938), in: Bundesgesetzblatt für den Bun- desstaat Österreich, 25. Februar 1938, Stück 18, Nr. 49, S. 217–220; Verordnung der Bundesminister für soziale Ver- waltung, für Finanzen und für Justiz zur Durchführung des Bundesgesetzes über die Förderung der Errichtung von Wohnhäusern (1. WFV. 1938), in: Bundesgesetzblatt für den Bundesstaat Österreich, 1938, Stück 22, Nr. 66, S. 236– 239, Verordnung der Bundesministers für soziale Verwaltung zur Durchführung des Bundesgesetzes über die Förde- rung der Errichtung von Wohnhäusern (2. WFV. 1938), in: Bundesgesetzblatt für den Bundesstaat Österreich, 1938, Stück 22, Nr. 67, S. 252. 334 Wohnbauförderung 1938, in: Österreichische Bauzeitung, 3. Jg., Wien, März 1938, Nr. 8, S. 97-99. 335 Verordnung der Bundesminister für soziale Verwaltung, für Finanzen und für Justiz zur Durchführung des Bundesge- setzes über die Förderung der Errichtung von Wohnhäusern (1. WFV. 1938), in: Bundesgesetzblatt für den Bundes- staat Österreich, 1938, Stück 22, Nr. 66, S. 236–238. 336 Daneben hatte die I. Österreichischen Sparkasse einen großen Anteil an den Darlehen der I. Hypothek des gesam- ten KlWFG, in: Dokumente: Beirat nach KlWFG – 1. Übersicht; Beirat nach KlWFG – 2. Übersicht; Beirat nach KlWFG – 3. Übersicht; Beirat nach KlWFG – 4. Übersicht; Beirat nach KlWFG – 7. Übersicht; Beirat nach KlWFG – 8. Übersicht, in: AdR BMfsV 1, 7. BWSA, Schachtel: 3402, Mappe: Allgemein; Die Darlehen der zweiten Hypothek wurden bis 30. Sept. 1937 mehrheitlich von den Arbeiterversicherungsanstalten (AVA) in Wien bestritten. Die AVA des XX. Bezirkes förderte unangefochten an der Spitze 17 Einfamilienhäuser, 43 Mehrfamilienhäuser und 47 Mietshäuser mit einem Gesamtvo- lumen von öS 14.170.107. Diverse andere Versicherungsanstalten hatten nur einen kleinen Anteil an der Förderleistung des KlWFG, in: Dokument: Statistik der bis 30. September 1937 bewilligten Ansuchen mit Uebernahme der Ausfallbürg- schaft nach dem KlWFG (BGBl. Nr. 74/37) 1937, in: AdR BMfsV 1, 7. BWSA, Schachtel: 3402, Mappe: Allgemein. Open Access © 2017 by Böhlau Verlag Ges.m.b.H. & Co. KG, Wien Köln Weimar
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Das Schwarze Wien Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938
Titel
Das Schwarze Wien
Untertitel
Bautätigkeit im Ständestaat 1934–1938
Autor
Andreas Suttner
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien - Köln - Weimar
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20292-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
296
Kategorien
Geschichte Nach 1918
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