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Bairisch-österreichische Dialektliteratur vor 1800 - Eine andere Literaturgeschichte
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ALLGEMEINE BRAUCHTUMSTEXTE 409 1 LustigWeberaufdemStuhl! dudarfstdichnichtrantzen; LaßdeinEintragvonderSpuhl durchdenZettelTantzen; TrittdenSchammel!wirfdasSchif, RuckdenAnschlaggschwindimGrif, Allo!zif zif! Frischdrauf!pifpif! Heysa!zif zif! Juchhe!pifpif! Schleunig,daßdieLäusweg iegen, Hurtig,daßwirKrätzenkriegen, Allo!zif zif! Frischdrauf!pifpif! Heysa!zif zif! Juchhe!pifpif! OVergnügen. 2 Schleuer,Zwillich,Bomeßin, LeinwandfürsWeiberl, KannefaßundMusßelin, BarchentaufaLeiberl, WirdvomWebersogemacht, daßansHertz imLeibeLacht, Allo!zif zif! Frischdrauf!pifpif! Heysa!zif zif! Juchhe!pifpif! Schleunig,daßdieLäusweg iegen, Hurtig,daßwirKrätzenkriegen, Allo!zif zif! Frischdrauf!pifpif! Heysa!zif zif! Juchhe!pifpif! OVergnügen.17 1,2 rantzen] sich räkeln, aus Faulheit oder Müdigkeit strecken 1,4 Zettel] Kettfaden 1,5 Schammel] Tretholz zumAntreibendesWebstuhls2,1Schleuer]Schleier,dünnesGewebeZwillich]derbes,doppelfädigesGewebe Bomeßin]Pomesin,grobeGewebart2,3Kannefas]ungebleichteLeinwand,SegeltuchMusßelin] feinfädriger, glatterStoff2,4 Barchent]MischgewebeausBaumwolleundLeinen EinstilistischähnlichesArbeitslied ndetsichauchinderKlosteroperetteTendlbaß des Seitenstettener Paters und Priors Norbert Pambichler (1716– 1768), die in der Verto- nungdesStiftsorganistenChristianWidmann(1724/27– 1788) imTodesjahrdesAutors uraufgeführt wurde. Ob der Ordensmann Liebe Rupfen, Laß di zupfen, das von der Bäurin Kundl während des Spinnens gesungen wird, extra für das Stück geschaffen oder auf ein bereits vorliegendes, populäres Lied zurückgegriffen hat, ist bei derzeiti- ger Quellenlage nicht mit Sicherheit zu sagen. Eineinhalb Jahrzehnte später bereits für Oberösterreichbelegt,18 wendetessich launigdirektanArbeitsmaterialund-gerät.Die AlliterationenundHaufenreimedesRefrains imVereinmitdenRhythmisierungenund Wiederholungs guren der Melodie imitieren dabei lautmalerisch den Arbeitsvorgang, dasSchnurrendesSpinnradsunddasBetätigendesFußtritts: 1 LiebeRupfen Laßdizupfen spindi fein,undbleibnitdick sinstenwirstäkreuzerstrick. ziehdi, zährdi, zupfdi, zaußdi, zrittdi, zräfdi, laßdi sauberpuzen. FleissigsMädl,drähdeinRädl, spinäFädl, kriegstäpfaidlzunänklaidl. sokanstnacher truzen. 2 Drähdichspiellerl stehmeinStühlerl Machmitmiräsolchögspunst dömi lobt,undämeiKunst. repet.ziehdi, zährdip. 17 ÖsterreichischeNationalbibliothek,Cod.12709(TeutscheArien4),S.155– 157. 18 Vgl.Neuhuber,Lindemayriana,S.115f.
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Bairisch-österreichische Dialektliteratur vor 1800 Eine andere Literaturgeschichte
Titel
Bairisch-österreichische Dialektliteratur vor 1800
Untertitel
Eine andere Literaturgeschichte
Autoren
Christian Neuhuber
Stefanie Edler
Elisabeth Zehetner
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2019
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20630-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
652
Schlagwörter
Germanistik, Dialektliteratur, Bairisch, Sprachwissenschaft, österreichische Dialektkunst
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
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Bairisch-österreichische Dialektliteratur vor 1800