Seite - 157 - in Die nordöstliche Steiermark - Eine Wanderung durch vergessene Lande

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— 157 — Gross-Wilfersdorf, grosses Dorf mit 95 Häusern, 560 Einwohnern und zweiclassiger Volksschule. Gasthäuser: Thaller, 2 Zimmer, Fleischhauer; „zum grünen Anger", sehr schöner Sitzgarten, überall frisches Fürstenfelder Bier. — Vereine: Feuerwehr, gegründet 1888; Schützengesellschaft, gegründet 1887. Von Wilfersdorf schrieb sich ein adeliges Rittergeschlecht, welches 1487 zuerst erwähnt wird und 1697 mit Max Frei- Kirche zu Jobst. (Illustration aus dem Kirchenschmuck.) herrn von Wilfersdorf ausstarb. Die Kirche wurde 1674 —1682 erbaut und 1882 — 1883 vielfach umgestaltet, das Hochaltar- blatt ist 1672 von M. Weber gemalt. Die Pfarre wurde erst 1754 durch den Pfarrer Lorenz Kummer gestiftet. Die Kirche macht im Innern einen sehr gefälligen Eindruck. 15 Minuten südlich an der Berglehne stand bis 1809 die jetzt demolirte, grosse schöne St. Ulrichskirche, an welche nur der von alten Buchen beschattete St. Ulrichsbrunnen, dessen Wasser von Halsleidenden mit Erfolg getrunken wird, erinnert. An der Hainersdorfer Strasse findet sich noch eine Pestsäule.
Die nordöstliche Steiermark Eine Wanderung durch vergessene Lande
Titel
Die nordöstliche Steiermark
Untertitel
Eine Wanderung durch vergessene Lande
Autor
Ferdinand Krauss
Verlag
-
Ort
Graz
Datum
1888
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
10.93 x 17.9 cm
Seiten
498
Kategorien
Geschichte Vor 1918