Seite - 195 - in Die nordöstliche Steiermark - Eine Wanderung durch vergessene Lande

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195 — reicht in eine Zeit zurück, wo es noch keine Adelsbriefe gab', und daher suchten auch die Stubenberg nie um Erhebung in den Grafenstand an. Als Stammvater der Familie wird jedoch Wülfing von Stuben-berg (um das Jahr 1000 lebend) angenommen, der nach achtjähriger Abwesenheit von Palästina heimgekehrt, seine Braut, die schöne Agnes von Pernegg, eben im Begriffe fand, sich gezwungener Weise mit dem Ritter Kuenring zu vermählen. Als Gottesgericht fand am Stubenberg. Rennfelde bei Bruck der Zweikampf zwischen den beiden Bewerbern um die Hand der Agnes von Pernegg statt, in welchem Kuenring fiel. Der Haarzopf der Agnes von Pernegg, den sie Wülfing v. Stubenberg bei seinem Auszuge nach Palästina als Helmzier gab, ging in das Wappen der Stubenberg über (traditionell). Schon 1113 ist das Geschlecht der Stubenberg mit der Gründung der Pfarre Stubenberg verwoben. Um das Jahr 1268 Hess König Ottokar von Böhmen die Stammburg des Geschlechtes, welche fünf Minuten nordwestlich von der Kirche in Stubenberg, auf dem sogenannten Schusterpatritzkögerl, gestanden ist und an welche nur mehr wenige Kellergewölbe erinnern, zerstören. [ Ein Wülfing von Stubenberg war schon 1254 Landeshauptmann von 13*
Die nordöstliche Steiermark Eine Wanderung durch vergessene Lande
Titel
Die nordöstliche Steiermark
Untertitel
Eine Wanderung durch vergessene Lande
Autor
Ferdinand Krauss
Verlag
-
Ort
Graz
Datum
1888
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
10.93 x 17.9 cm
Seiten
498
Kategorien
Geschichte Vor 1918