Seite - 372 - in Die nordöstliche Steiermark - Eine Wanderung durch vergessene Lande

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— 372 — Wald gegen das Thal hinabsenkt, aus welchem jenes merk- würdige Massiv aufsteigt, welches den Sockel der gewaltigen Felsenveste bildet. Je tiefer sich die Strasse senkt und je freier der Blick ausschweifen kann, je gigantischer wächst jetzt die stolze Riegersburg in die Lüfte empor. Wir aber streben auf dem die letzten Strassenkrümmungen abkürzenden Fusswege hinschreiteud, vorerst dem gastlichen, am südöst- lichen Fusse der Burg gelagerten Markte Riegersburg, zu welchem wir wieder emporsteigen müssen, zu. Gasthöfe: Karl Neuhold mit mehreren Fremdenzimmern, schönem Salon, schattigem Sitzgarten, gedeckter Kegelstatt, gut und billig; Julius Wagner mit Fremdenzimmern, Sitzgarten, Kegelstatt. Zimmerpreise in beiden Gasthäusern 30 kr. per Bett; Franz Maurers Gasthaus. — Poststation: Postbotenfahrt nach Feldbach Dienstag, Donnerstag und Samstag um y27 Früh 50 kr. pr. Person. Fahrgelegen-heiten bei den Gasthöfen, nach Feldbach Einspänner 1 fl. 80 kr., Zweispänner 3 fl.; nach Hatzendorf Einspänner 1 fl. 50kr., Zweispänner 2 fl. 50 kr.; nach Bz oder Fehring Einspänner 2 fl., Zweispänner 4 fl. — Vereine: Prinz Alfred Liechtenstein Militär-Veteranen-Verein, gegründet 1853; freiwillige Feuerwehr, gegründet 15. September 1887. —Krämer-und Viehmärkte: am 17. März (Patriciustag), am 2. Montag im Monate Juli, am 29. September (Michaelitag); Krämermarkt allein am 11. November (Martini). Riegersburg, Markt mit 77 Häusern und 600 Ein- wohnern mit vierclassiger Volksschule, Sitz der uralten Ilaupt- pfarre hl. Martin, welcher die Pfarrer zu Hatzendorf, Fehring, Feldbach, Paldau, Edelsbach, Hartmannsdorf, Ilz, Söchau, Loipersdorf und Breitenfeld incorporirt sind. Der Markt, an dessen westlichem Ende die erhöht stehende Pfarrkirche sich erhebt, liegt auf einer kleinen langgestreckten Terrasse, die gürtelförmig sich südöstlich um den Fuss der steil aufstei- genden Burgveste schlingt und sich in gleicher Richtung sanft gegen den Thalgrund abdacht. Die Terrainverhältnisse bedingen die unregelmässige Anlage des kleinen Marktes, dessen Häuser vielfach zerstreut, von freundlichen Obstgärten umgeben, um den Fuss des Burgfelsens gruppirt sind. Reizende Rosen- culturen erfreuen in den meist gut gepflegten Gärten überall das Auge. Die Geschichte des Marktes, dem erst Kaiser Ferdinand ddo. 24. Februar 1838 die Abhaltung der obangeführten
Die nordöstliche Steiermark Eine Wanderung durch vergessene Lande
Titel
Die nordöstliche Steiermark
Untertitel
Eine Wanderung durch vergessene Lande
Autor
Ferdinand Krauss
Verlag
-
Ort
Graz
Datum
1888
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
10.93 x 17.9 cm
Seiten
498
Kategorien
Geschichte Vor 1918