Seite - 411 - in Die nordöstliche Steiermark - Eine Wanderung durch vergessene Lande

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— III — Hochgebirgslandschaft versetzt. Treppen und Stege erschliessen stille waldeinsame Ruheplätze und führen zuletzt zu einer idyllischen, auf steiler Felsenklippe erbauten Eremitage, anderer- seits an einem Pavillon vorüber, zu einer kühn ausspringenden Felsenkanzel, der Milan-Ruhe, von welcher ein gewaltiger Flaggenmast, mit den serbischen Farben bemalt, aufsteigt. Oeffnet sich nördlich vom Constantinbrunnen die herr- liche düstere Wald- schlucht, so zieht von ihm südlich in sanfte- ster Steigung ein son- niger Pfad zur luftigen Höhe des Wierberges hinan. Auf Zickzack- wegen zieht der Weg an dem in einer apsis- förmigen Nische ange- brachten Erzherzog Jo- hann-Monument vorbei zur Ottokars - Buche, und, sich nun am Bergesrücken nördlich wendend, zur Kaiser- eiche. Mit jedem Schritte aufwärts weitet und entfaltet sich über- raschend der Horizont gegen Westen; über das liebliche Brunnen- thal hin trifft der Blick zuerst das imposant auf stolzer Höhe thronende Schloss Gleichenberg und darüber hinaus ein Meer von Hügelwellen, reich belebt mit schmucken Dörfern, Kirchen und Schlössern, bis die blauen Conturen der steirisch-kärtnerischen Grenz- gebirge, namentlich der lange Koralpenzug, den Horizont begrenzen. In sanfter Steigung den Hügelrücken weiter verfolgend, gelangt man bald zu der Aussichtswarte, zum Parapluie Die Waldschlucht.
Die nordöstliche Steiermark Eine Wanderung durch vergessene Lande
Titel
Die nordöstliche Steiermark
Untertitel
Eine Wanderung durch vergessene Lande
Autor
Ferdinand Krauss
Verlag
-
Ort
Graz
Datum
1888
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
10.93 x 17.9 cm
Seiten
498
Kategorien
Geschichte Vor 1918