Seite - 422 - in Die nordöstliche Steiermark - Eine Wanderung durch vergessene Lande

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422 Stationen „Binderhansl" und „Reicht", zum „Ulp", „Schoberwirth", „Hirlswirth" und zu dem kaum 3/4 Stunden entfernten Schlosse Poppendorf (Poppendorfmüller). Schloss Poppendorf: Auf einer massigen Höhe mitten in englischen, in einen Waldpark übergehenden Anlagen thronend, beherrscht das zweistockhohe, im italienischen Renaissancestyle 1676 erbaute Schloss weithin die Gegend. Im Innern überraschen die prächtigen italienischen Stuccoarbeiten der Plafonds mit ihrem Freskenschmucke, darunter besonders der grosse, durch beide Stockwerke reichende Saal mit 12 Gemälden Alessandro Bassano's, die Himmelszeichen darstellend. Auch die freistehende, um das Jahr 1740 erbaute Schlosskapelle birgt ein werthvolles Altarbild, die heil. Barbara, deren Gesichtszüge das Porträt der Erbauerin der Kapelle, Eleonora Gräfin Mersberg darstellen soll. Erbauer der ersten Burg waren wohl die Poppendorfer, die schon 1150 urkundlich erwähnt werden, doch schon im 14. Jahrhunderte traten andere Geschlechter in den Besitz der Burg, die mehrmals vollständig umgebaut wurde und jetzt im Besitze der Frau Anna Stadler von Wolfersgrlin ist. Andere lohnende Zielpunkte grösserer Ausflüge bilden Straden, Ober-Gnas (Ertler) etc. An allen AVegen finden sich gute Landgasthäuser, in welchen dem Wanderer freundlicher Empfang und „gut Speis und Trank" um ein „Spottgeld" zu theil wird.
Die nordöstliche Steiermark Eine Wanderung durch vergessene Lande
Titel
Die nordöstliche Steiermark
Untertitel
Eine Wanderung durch vergessene Lande
Autor
Ferdinand Krauss
Verlag
-
Ort
Graz
Datum
1888
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
10.93 x 17.9 cm
Seiten
498
Kategorien
Geschichte Vor 1918