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Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur - 1618–1918
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Repräsentation und Reproduktion 43 Danckbarkeit / diese gegenwärtige Denck=Mahl allerunterthänigst gewidmet haben. Auf der linken aber: […]. Nimm an o höchst= güthigster GOTT / die Gelübde deines Knechts / welcher dich demüthigist anbetet / und regiere / behüte / beschirme mich / meine Gemahlin / Kinder sambt meinem Hause / meine Völcker und Armeen / meine Königreiche und Landschafften / mit dem unaufhörlichen Schutz Deiner Barmhertzigkeit / DIß Ist geLobt IM Versön- Vngs Iahr / Vnsers eInIgen Erretters IesV ChrIstI“ (= 1679).23 Ebenso wie die Publikation der Dreifaltigkeitssäule im Theatrum Europaeum bildete auch die Veröffentlichung der Baupläne der Wiener Peterskirche von Gabriele Mon- tani 1701 eine Novität auf dem Wiener Kunst- und Medienmarkt. Eine Ansicht der geplanten Fassade und ein Grundriss des Gotteshauses von Jacob Hoffmann und Jacob Hermundt waren einem gedruckten Spendenaufruf der Dreifaltigkeitsbruder- schaft beigefügt.24 Angesichts der Tatsache, dass das Gelöbnis zum Bau dieser Vo- tivkirche von Leopold I. gleichzeitig mit jenem für die Pestsäule erfolgt war, sowie aufgrund der römisch-kaiserlichen Ikonologie dieses Gotteshauses25 wird man diesen Kupferstichen wohl eine habsburgerfreundliche Werbeabsicht zuschreiben können, wenn nicht sogar eine (bescheidene) publizistische Reaktion auf die 1683 veröffent- lichten Baupläne des 1670 von Ludwig XIV. gelobten Invalidendomes in Paris, mit dem Ludwig XIV. „voulut signaler sa piété“.26 Schönbrunn und Josefssäule Parallel zum Ausspielen der Frömmigkeitskarte wurde aber auch versucht, mit dem 1696 begonnenen Neubau von Schönbrunn auf Versailles zu reagieren und dies auch umgehend publik zu machen.27 Schon am 26. Dezember 1699 wurde in den Avisi italiani das in Bau befindliche Schloss als sehr schönes Gebäude des königlichen Architekten Fischer gepriesen und die Herausgabe eines Kupferstiches angekündigt: „Edifizio pomposo, e deliziosissimo […] secondo il disegno & invenzione del Sig. Fischhers Ingegniere della Maestà Sua: del quale Palazzo si darà in breve alla luce un bella Stampa di Rame“.28 Noch vor Abschluss der Bauarbeiten erhielt Johann Bernhard Fischer von Erlach am 29. November 1700 die Druckerlaubnis für ei- nen ‚Prospect‘. Dieser vom Augsburger Kupferstecher Kraus angefertigte Prospect deß Neuen Gebäus und Gartens Schönbrunn vor Ihro Majestätt dem Römisch König mit der Signatur „Fischer V.E. Königl. Hoff. Ing: Inv:“ galt bisher als verschollen und unter- scheidet sich durch die Inschrift „SCHÖNBRVNN“ im Himmel von den späteren Varianten (Abb. 3).29 Dass es sich dabei auch um ein in Rötel gedrucktes Exemplar handelt, könnte auf den exklusiven Charakter dieser ersten Drucke verweisen. Vor
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Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur 1618–1918
Representing the Habsburg-Lorraine Dynasty in Music, Visual Media and Architecture
Titel
Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur
Untertitel
1618–1918
Herausgeber
Werner Telesko
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20507-4
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
448
Kategorien
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