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Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur - 1618–1918
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Venga quel dì felice! 141 Republik kann kein absolutistischer Monarch sein, sondern nur der Konsul Publio Valerio als gewählter Verwalter, da nur die Göttin Vesta gemeinsam mit Jupiter die wahren Herrscher der Republik sind, die die Freiheit gewährleisten. Dieselbe Freiheit könnte auch für die Länder der böhmischen Krone bzw. für die ganze Monarchie gesichert werden, solange sie ungetrennt unter der Herrschaft Habsburgs bleibt. In Costanza e Fortezza wollen die Römer den Frieden mit den Etruskern keinesfalls mit Trauungen erkaufen. Im Libretto wird sogar ausdrücklich erwähnt, dass das römische Blut zur Fortpflanzung der Tyrannen nicht bestimmt sei („Il nostro sangue servir non puote a propagar tiranni“) und dass die römischen Töchter den fremden Königen keine Erbfolger gebären dürfen („Figlie Romane dar non denno gli eredi a Re stranieri“).8 Dies lässt sich im Zusammenhang mit oben erwähnten diplomatischen Verhandlungen über die möglichen künftigen Eheschließungen der zwei Töchter Karls VI. deuten. Die am Ende des dritten Aufzugs an König Porsenna gerichtete Herausforderung des Konsuls „in tua man sta la pace e sta la guerra“ (In deiner Hand liegen Krieg und Frieden) war also weniger an den etruskischen König als vielmehr an reale oder potenzielle Bewerber um die habsburgischen Erbländer gerichtet. Der ohne Blutvergießen zustande kommende römische Sieg ist ebenfalls ein Sieg der Pragmatischen Sanktion. Das Kaiserpaar ist während der ganzen Handlung durch Personifizierungen und Symbole präsent: Elisabeth Christine als Vesta und Karl VI. hauptsächlich in seinen zwei Leittugenden Costanza und Fortezza (obwohl auch einige Merkmale in der Figur von Publio Valerio oder des verhüllten Gottes Jupiter auf ihn verweisen). Die musikalische Bearbeitung des Werkes musste in diesem Falle an die Auffüh- rungs bedingungen und die daraus folgende große Besetzung angepasst werden: Im Amphitheater traten etwa 100 Sänger auf der Bühne auf und etwa 200 Musiker spielten im Orchester – wie die Sänger (Gaetano Orsini, Christoph Praun, Fran- cesco Borosini, Gaetano Borghi, Rosa Borosini, Anna d’Ambreville u. a.) und Ins- tru mentalisten der kaiserlichen Hofmusikkapelle, auch Musiker aus Prag oder ausländische Musiker wie Johann Joachim Quantz.9 Wichtige dramatische Rollen übernahmen nicht nur die Solisten, sondern auch die Chöre der Römer und der Etrusker. Zur Begleitung von Chorauftritten wie auch von Solo-Arien setzte Fux (wieder mit Rücksicht auf das geräumige Amphitheater) keine Soloinstrumente, sondern meistens das vollstimmige, mit Oboen- und Fagottstimmen verstärkte Streicherensemble ein: zwei Violinstimmen (geteilt oder unisono), eine Violastimme und Bassi. Auch der doppelte Trompetenchor mit Pauken ist von großer Bedeutung, sowohl in der einleitenden Sinfonia (wie es übrigens alljährlich an diesem Galatag üblich war) als auch in der Handlung. Am Anfang der festa teatrale begleiten Trompeten die mächtigeren Etrusker, am Ende dagegen gehört ihr triumphaler Klang
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Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur 1618–1918
Representing the Habsburg-Lorraine Dynasty in Music, Visual Media and Architecture
Titel
Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur
Untertitel
1618–1918
Herausgeber
Werner Telesko
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20507-4
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
448
Kategorien
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