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Vor 1918
Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur - 1618–1918
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Sektion III: Netzwerke Anna Mader-Kratky/Stefan Schmidl Repräsentation und die Dynamiken höfischer Netzwerke Der Begriff ‚Netzwerk‘ ist überaus polyvalent.1 Hinsichtlich des Generalthemas herr- schaftlicher Repräsentation lässt er sich jedoch eingrenzen. Hier kann er als charak- teristische Interaktions- und Organisationsform alteuropäischer Monarchien erkannt werden, die die Formation der ‚Hof‘ benannten Struktur erst hervorbrachte. Der Umstand, dass die Partizipation an höfischen Netzwerken die Erfüllung von Repräsentationsnormen bedingte, zeigt in historischer Perspektive exemplarisch die Kongruenz ästhetischer und politischer Kommunikation, mehr noch: deren reziproke Bedingtheit. Repräsentation, immateriell wie materiell, ist dabei keineswegs nur als Gegenstand bzw. Mittel des Austauschs zu verstehen, sondern als aktiver Teil des Systems, als Teil mit ‚Eigenleben‘ – ein Eigenleben, das schon Norbert Elias an sou- veränen ‚Machtsymbolen‘ erkannt hat.2 Fragen, die sich angesichts der Beziehung von Personen, Artefakten, Formen und Zeichen an Höfen stellen, betreffen deswegen zuerst die Wirkweise von Repräsentation in Netzwerken, eine Nachzeichnung ih- rer Aktivität. Wer repräsentiert wurde, und wie diese Repräsentation in Netzwerken wirksam wurde, sind darüber hinaus entscheidende Kriterien der Analyse. An diesem Punkt setzt Milan Pelc mit seinem Beitrag zu Der Sammler und sein Kaiser. Leopold I. in der Sammlung Valvasor – Die Ikonographie des Kaisers aus der Perspektive eines adeligen Zeitgenossen an. Johann Weichard Valvasor (1641–1693), krainischer Feldherr und Polyhistor, zählte zeit seines Lebens zu den bedeutenden Sammlern druckgraphischer Werke in den Erblanden. Seine Sammlung umfasste 2630 Publikationen und 7921 graphische Blätter, die Valvasor zu mehreren Bän- den zusammenbinden ließ; um 1690 verkaufte er diese an den Zagreber Bischof Aleksandar Mikulić. Bis heute bildet die Sammlung Valvasor einen zentralen Bestand der Bibliotheca Metropolitana in Zagreb. Valvasor konzentrierte seine Sammlungstätigkeit vor allem auf Darstellungen des Zeitgeschehens, wobei sein besonderes Interesse Bildnissen von Kaiser Leopold I. galt. Damit spiegelt seine Sammlung nicht nur die Imagegestaltung und -pflege des Kaisers im Laufe der ersten drei Jahrzehnte seiner Regentschaft und zeigt die große Bandbreite repräsentativer (Selbst)-Darstellung des Monarchen (vor allem in Kon-
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Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur 1618–1918
Representing the Habsburg-Lorraine Dynasty in Music, Visual Media and Architecture
Titel
Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur
Untertitel
1618–1918
Herausgeber
Werner Telesko
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20507-4
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
448
Kategorien
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