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Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur - 1618–1918
Seite - 275 -
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Habsburgische Propaganda des kaiserlichen Botschafters 275 Botschaftersitze genossen, waren sowohl die allzu frequentierten Lokalitäten als auch die Hauptverkehrsadern Roms völlig ungeeignet. Residenzen der kaiserlichen Botschafter in Rom 1689–1721 1689–1694: Anton Florian Fürst von Liechtenstein (Palazzo Cesarini) (interr. Gran Contestabile Colonna) 1695–1700: Georg Adam Graf von Martinitz (Palazzo Barberini Monte della Pietá) 1700–1705: Leopold Josef Graf von Lamberg (Palazzo Madama, 1702 Palazzo Gaetani) (interr. Kardinal Vicenzo Grimani – Palazzo Riario) 1708–1714: Hercole Joseph Louis Turinetti, Marquis de Prié (Palazzo Buffalo) 1714–1719: Johann Wenzel Graf von Gallas (Palazzo Odescalchi, 1715 Palazzo Cesarini) 1714–1721: Kardinal Wolfgang Hannibal von Schrattenbach (Palazzo Altemps) Als erste römische Wohnung diente Gallas der schon erwähnte und günstig gelegene Palazzo Chigi (später Chigi-Odescalchi) auf der Piazza Santi Apostoli, den er schon Ende des Jahrs 1714 verlassen musste.45 Anfang Jänner 1715 zog der kaiserliche Bot- schafter in den Palazzo Cesarini in der Via Cesarini (heute Corso Vittorio Emanuele II.).46 In diesem in den Jahren 1926–1929 demolierten Palast wohnte 1692–1694 auch Anton Florian von Liechtenstein.47 Für die Anmietung des Palazzo Cesarini zahlte Graf Gallas vermutlich denselben Preis wie der portugiesische Botschafter im Herbst 1719, nämlich 1030 Scudi pro Jahr.48 Der Palast erfüllte die Anforderun- gen einer repräsentativen Stattlichkeit. Das Hauptappartement befand sich im zwei- ten Stock entlang der Straße (Abb. 5) und bestand aus einem Eingangssaal (sala dei Parafrenieri), drei Antekammern und dem Audienzsaal (stanza maggiore/stanza del Baldacchino) mit einem Balkon. Der offizielle Status der Empfangsräume mit ihren aus wertvollen Textilien zusammengesetzten Baldachinen wurde durch das Vorhan- densein der Wappen und Bildnisse der Botschafter und deren Souveräne bekräftigt. Das Baldachin-Privileg stand ausschließlich den Kardinälen, den Gesandten und nur einem begrenzten Kreis von Fürsten und Herzögen zu.49 Die fünf Räume des an das Prunkappartement anschließenden, engen Flügels bildeten das Appartement des Botschafters. Die Repräsentationsräume seiner Gemahlin befanden sich zwei Ge- schosse höher. Aufgrund der Stati Anime sowie der Botschafterberichte kann man grob festhalten, dass der Hofstaat eines kaiserlichen Gesandten in der Regel 100–200 Personen um- fasste. Von diesen gehörte etwa die Hälfte zum livrierten Personal, dem im Rahmen
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Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur 1618–1918
Representing the Habsburg-Lorraine Dynasty in Music, Visual Media and Architecture
Titel
Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur
Untertitel
1618–1918
Herausgeber
Werner Telesko
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2017
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-205-20507-4
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
448
Kategorien
Geschichte Vor 1918
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