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288 Sektion III: Netzwerke
Pietro Franchi, Antonio Bencini, Antonio [?] Fiorilli, Michele Fini und der Kompo-
nistin Camilla de Rossi. Der Komponist Johann Georg Orschler schrieb für ihn ein
Oratorium; eventuell gab es noch weitere solcher Auftragswerke.12
Die dritte und aus musikhistorischer Sicht wichtigste Gruppe stellen jene Aris-
tokraten dar, die über einen längeren Zeitraum immer wieder Opern bzw. Orato-
rien komponieren und aufführen ließen. Diese Produktionen wurden in Mähren
vor allem von drei Musikliebhabern getragen: Johann Adam Graf von Questenberg
(kontinuierlich in den Jahren 1722–1752), Wolfgang Hannibal Graf von Schratten-
bach, Kardinal und Bischof von Olmütz, und Franz Anton Graf von Rottal. Schrat-
tenbach ließ zwischen 1727 und 1738 in Kroměříž/Kremsier und Vyškov/Wischau
Opern aufführen, Oratorien wurden dann in seinem Brünner Palais gegeben.13 In
den 1730er-Jahren war auch Holešov/Holleschau, die Herrschaft des Grafen Rottal,
als Spielstätte aktiv.14
Abbildung 2: Giovanni Porta (et al.): Nel perdono la vendetta, Holleschau, 12. Oktober 1739. Adelige
Dilettanten als auftretende Schauspieler und Sänger.
Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur
1618–1918
Representing the Habsburg-Lorraine Dynasty in Music, Visual Media and Architecture
- Titel
- Die Repräsentation der Habsburg-Lothringischen Dynastie in Musik, visuellen Medien und Architektur
- Untertitel
- 1618–1918
- Herausgeber
- Werner Telesko
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2017
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY 4.0
- ISBN
- 978-3-205-20507-4
- Abmessungen
- 17.0 x 24.0 cm
- Seiten
- 448
- Kategorien
- Geschichte Vor 1918