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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? - Einwürfe und Provokationen
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auch die Umschulung und lebenslange Weiterbildung leisten. Ihr kommt zu, eine neue „Rolle im Rahmen der Verbesserungen der LeistungendesSystemszu spielen,undzwar jenedesRecyclingsoder der permanentenAusbildung“ (122). – KommerzialisierungdesWissens:„DasWissen istundwird für seinen Verkaufgeschaffenwerden,undeswird für seineVerwertung ineiner neuen Produktion konsumiert und konsumiert werden: in beiden Fällen, um getauscht zu werden“ (31). Das geht mit einer starken Veräusserlichung desWissens gegenüber demWissenden einher. In der höheren Ausbildung gilt nicht mehr zu fragen: „Ist das wahr? sondern:Wozudient es?“ (125) – Multinationale Informations-UnternehmenstellendenStaat inFrage: Wenn multinationale Unternehmen wie IBM beispielsweise Kom- munikationssatelliten installieren, wer definiert dann erlaubte und verbotene Daten und Kanäle, wer hat Zugriff auf die Daten und werdendannStaatenKundenwie andereKunden sein?DieRechts- probleme solcher Situationen seien völlig ungeklärt (33). – Krieg umdieBeherrschung von Informationen:DieNationalstaaten werden um die Beherrschung von Informationen kämpfen, wie sie früher um Territorien, Verfügbarkeit von Rohstoffen oder billige Arbeitskräfte kämpften (32). – Die Didaktik kann Maschinen anvertraut werden: Die reine Ver- mittlungvoneinemorganisierbarenBestandvonKenntnissenkann in der höheren Ausbildung anMaschinen übertragenwerden: „Sofern dieKenntnisse in eine informatorische Sprache übersetzbar sind und der traditionelle Lehrende einem Speicher vergleichbar ist, kann die DidaktikMaschinen anvertraut werden, die klassische Speicher (Bi- bliotheken usw.) ebensowieDatenbanken an intelligente Terminals anschließen,diedenStudentenzurVerfügunggestelltwerden.“ (124) – Pädagogik muss Programmiersprachen wie Fremdsprachen lehren: DiePädagogikmüssedarunternicht notwendig leiden, denn siewird denStudentenetwas anderes lehren: „Nicht die Inhalte, sondernden Gebrauch von Terminals.“ – „In dieser Perspektive müsste eine Grundausbildung in Informatik und insbesondere in Telematik zwangsläufig Teil einer höheren Propädeutik sein, unter demselben Anspruch, wie zum Beispiel die Erlangung der fließenden Beherr- schung einer Fremdsprache.“ (124) – Wissenschaft wird zum Spiel mit vollständiger Information: Wenn grundsätzlichalle„hierund jetzt“Zugriff aufdasganzeWissenhaben, kann Wissenschaft als „Spiel mit vollständiger Information“ (126) Robin Schmidt60
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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? Einwürfe und Provokationen
Titel
Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen?
Untertitel
Einwürfe und Provokationen
Autoren
Marko Demantowsky
Gerhard Lauer
Robin Schmidt
Herausgeber
Bert te Wildt
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Oldenburg
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-11-067326-5
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
206
Schlagwörter
Bildung, Schule, Technik, Universität, Digitalisierung
Kategorie
Technik
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