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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? - Einwürfe und Provokationen
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Gegenüber den Programmatiken, die die Zukunft aus einer uni- versellen Idee oder einer schon vorher feststehendenMethode ableiten wollen, erscheint hier die Bearbeitung der Felder derRatlosigkeit und OhnmachtgeradealsQuellevonZukunft.Washießees,Verantwortung füretwaszuübernehmen,dasnichtausbisherigenIdeenoderMethoden zu lösen ist? 4–PublicDigital Literacy In einer post-digitalen Gesellschaft entsteht Verantwortung gegenüber den digitalen Infrastrukturen, Inhalten und Kommunikationsformen kaum auf Grundlage der Frage, ob diese Technologien angenommen oder abgelehnt werden sollten. Verantwortung für das Verhältnis zu digitalenTechnologienzuübernehmen,bedeutetheutevielmehrausder DualitätvonAnnahmeundAblehnungauszutretenundsichanderFrage zubeteiligen,wiedieseTechnologie aufunswirken soll.WieKiranund Verbeek deutlichmachen, kann das als eine Frage des Vertrauens und Sich-Anvertrauens an Technologie in einem philosophischen Sinne verstandenwerden: Oncewedevelop amore internal account of the relations betweenhuman beings and technologies,webegin to see that inorder togain trust in tech- nologies,wemust first trust ourselves to technologies.This, however, does not imply subjecting ourselves uncritically to them, but rather recognizing that technologies help to constitute us as subjects, and thatwe can get ac- tively involved in these processes of mediation and subject constitution. Rather than giving up freedom, this is a way to create freedom. Rather than being free fromconstraints, this approach understands freedomas de- veloping a free relation to the forces that help to shape our selves. Trust here has the character of confidence: trusting oneself to technology. (Kiran&Verbeek 2010, 425) Digitale Technologien sind eine Hervorbringung des Menschen. Es handelt sichdaher auchumdieFragedes Sich-Anvertrauens andas von Menschen Geschaffene. Freiheit wird hier gewonnen durch ein freies Verhältnis zudem,wasunser Selbst durchdas von anderenGeschaffene formt. Angesichts derwahrscheinlich irreversiblen Präsenz digitaler Tech- nologien, erlaubt diesePerspektive, in eineVerantwortung einzutreten, die auch übernommenwerden kann: zu verstehen,wie dieseTechno- logien wirken und mitzugestalten, wie sie uns als Menschen formen sollen. Post-digitaleBildung 65
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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? Einwürfe und Provokationen
Titel
Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen?
Untertitel
Einwürfe und Provokationen
Autoren
Marko Demantowsky
Gerhard Lauer
Robin Schmidt
Herausgeber
Bert te Wildt
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Oldenburg
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-11-067326-5
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
206
Schlagwörter
Bildung, Schule, Technik, Universität, Digitalisierung
Kategorie
Technik
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