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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? - Einwürfe und Provokationen
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werden dürften und man sich in kleinteiligem Stopfen von Löchern erschöpfen sollte. Vielmehr halte ich es für ratsam, Leitlinien zu identi- fizieren, an denen schrittweiseVeränderungen (progressiver: Verbesse- rungen) festgemacht werden können. Diese Linien, an denen sich das Vorgehen entlanghangeln soll,müssen selbstredend verhandeltwerden. Jeder Schritt hat schwer vorhersagbareKonsequenzen, die imnächsten Schrittmitgedachtwerdenmüssen, abermankannbeständigevaluieren, welcheKonsequenzendievorgenommenenÄnderungenhinsichtlichder Leitideenhaben. IchhabeobenzweiderLeitideen,die ichbefürwortenwürde,bereits genannt: Verstärkte Interdisziplinarität undDynamik in der Schaffung neuer und in der Anpassung bestehender Institutionen. Eine weitere, wichtigeLeitlinie ist fürmich einKonzept der akademischenOffenheit (besser eingefangen imenglischenBegriffOpenScience), das auch inden Statements anderer Teilnehmerinnen und Teilnehmer thematisiert wurde:SomahnteSaraLisaVogelOffenheit imSinnevonDiversität an. MonikaStillerbrachteein,dassöffentlichgeförderteWissenschaft fürdie Öffentlichkeit zugänglich publiziertwerden sollte.Unddies sollte auch dann gelten, wennRoland Reuß alle sechsMonate in der Frankfurter AllgemeinenZeitungdagegenanschreibendarf (leiderkonntenwir Jürgen Kaube nicht fragen, weshalb das so ist: er war zur Klausur eingeladen, doch leider kurzfristig verhindert). Offenheit meine ich aber auch im Sinnevon„KommunikationdesUnfertigen“, die vonKathrinPassig in die Klausur geworfen wurde, eben weil nicht nur die ohnehin veröf- fentlichten gelungenen Forschungs(end)ergebnisse interessant sind, sondern auchAusgangsdaten, Zwischenergebnisse und vor allem Fehl- schlägeeinennicht zuunterschätzendenwissenschaftlichenWerthaben. ImbestenFall sollte das gesamteReputationssystemderWissenschaften mit der LeitlinieOpenScience abgestimmtwerden. Eine letzte Leitidee, die ich hier anführenmöchte, ist die der Kol- laboration.Hochschulen sind in der Lage,Menschen zu verbinden. Es mag Studierende geben,welche die Fähigkeit besitzen, sich so gutwie alles selbst beibringen zukönnen.Andere sind auf ein unterschiedliches MaßanBetreuungangewiesen.PersonalintensiveBetreuungen sindmit hohenKosten verbunden, gut ausgestatteteUniversitäten können diese für einebegrenzteAnzahl Studierender leisten.Kollaborationkannaber auch zwischen Studierenden gefördert werden, etwa durch die Ein- richtung vonBegegnungsstätten undMakerspaces,wie sie LindaBreit- lauch auf der Klausur vorstellte undwiewir sie auch am IDH inKöln nutzen. ImGegensatz zuOnline-Kursen können derartige Lernmetho- JürgenHermes96
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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? Einwürfe und Provokationen
Titel
Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen?
Untertitel
Einwürfe und Provokationen
Autoren
Marko Demantowsky
Gerhard Lauer
Robin Schmidt
Herausgeber
Bert te Wildt
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Oldenburg
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-11-067326-5
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
206
Schlagwörter
Bildung, Schule, Technik, Universität, Digitalisierung
Kategorie
Technik
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