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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? - Einwürfe und Provokationen
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3 Die digitale Transformation der Hochschulen sollten zuvorderst die Themen ErziehungundBildung in denFokus nehmen.Schlimmgenug,dass sichdie Hochschulen so viel an denkerischem Potential abnehmen lassen. Schlimmer aber nochwiegt, dass sie ihr früheresMonopol für höhere BildungswegeandieDigitalwirtschaft zuverlierendrohen,die längstdie alten Hochschulen infiltrieren oder eigene neue eröffnen.Wennman davon ausgeht, dass all das, was dieMenschheit seit Jahrhunderten an WissenundErfahrung zuErziehungundBildunggeneriert hat,mit der Digitalisierung nicht einfach obsolet wird, darf auch hier von einer KernkompetenzodergarvoneinemHoheitsgebietausgegangenwerden. Eine der vornehmlichsten Aufgaben derHochschulen ist es daher, das Lehren, und damit auch das Bilden und Erziehen, zu lehren. Insofern erscheint es als sinnvollundnotwendig,dieDigitalisierungzuvorderst in diesenBereichen konsequent ins Visier zu nehmen. In diesemZusam- menhang wird besonders für die pädagogischen Fachdisziplinen die Notwendigkeit der Verzahnung von Forschung und Lehre besonders evident.EsgehthierumwichtigeKernfragen,dieweit füralleFächerauf die eine oder andereArt undWeise auch relevant sein dürften: Inwie weit oder bis zuwelchenAlter ist Pädagogik abhängig von einermög- lichst unmittelbaren zwischenmenschlichen Beziehungsdimension, wie beispielsweise auch die Medizin und Psychotherapie? Welche Rolle spielendiePräsenz,derKörperunddieSinne,beimLernenvonKindern, Jugendlichen und Studenten?Wie unterscheiden sich analoges und di- gitalvermitteltesLernenimErreichenvonLernzielen?KönnenmitHilfe vonGamificationundSeriousGamesbessereLerneffekteerzieltwerden? DieBewältigungwelcher Entwicklungsaufgaben lässt sich digitalisieren undwelchesolltenvielleicht trotzdemweiter inderHanddesMenschen verbleiben? Und vor allem was muss der heranwachsende Mensch überhaupt noch lernen,welchesWissenundwelcheKompetenz,wenn künstliche Intelligenz undRobotik beimDenken undHandeln immer mehr assistierenundübernehmen? In letzterKonsequenzdürfte es einederwichtigstenAufgaben–vor allem, aber nicht allein –der pädagogischenHochschulenwerden, her- auszuarbeiten, was wir an Kulturtechniken undWissen im Sinne von Sicherungskopien und Backups bestenfalls noch imMenschen anlegen sollten,was also auchdannnoch zurVerfügung stehen sollte,wenndas Netzunddamit imZweifelsfall alledigitalenMedienausfallenoder indie falschenHändegeraten.UmdendigitalenImpuls anderentscheidenden Bert teWildt110
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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? Einwürfe und Provokationen
Titel
Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen?
Untertitel
Einwürfe und Provokationen
Autoren
Marko Demantowsky
Gerhard Lauer
Robin Schmidt
Herausgeber
Bert te Wildt
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Oldenburg
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-11-067326-5
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
206
Schlagwörter
Bildung, Schule, Technik, Universität, Digitalisierung
Kategorie
Technik
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