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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? - Einwürfe und Provokationen
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3–NeueRäume,NeuesDenken Auf derDießenerKlausurwurde diskutiert, ob es zukünftig überhaupt noch notwendig sein werde, an einem physischen Ort zusammenzu- kommen. Schließlich ist es jetzt schon durch digitale Settingsmöglich, zeit- undortsunabhängig auf Informationen zuzugreifen, zu lernenund sich auszutauschen.Wofür braucht es dannGebäude und das physische Aufeinandertreffen, um zu studieren?Was soll vorOrt geschehen, das (verpflichtendes) Erscheinen weiterhin begründet? In diesen Fragen stecktteilweiseeineSorge,alsInstitutionoderalsLehrendeanBedeutung verlieren zu können oder dass beim Übertragen und Verlagern von Lernprozessen insDigitale etwasMenschliches verloren gehen könnte. Dabei liegt gerade darin das Potenzial des digitalenWandels: mehr das LernenunddieLernendenindenVordergrundzurücken.Lernräumean Hochschulen sind alles andere als modern, in derRegel als kommuni- kativeEinbahnstraßen angelegt undhierarchisch geprägt, sowohl archi- tektonisch als auch strukturell.Wenn Studierende und ihre Fragen im Mittelpunkt stehen (können) sollen, erfordert das nicht nur veränderte Lernsettings, sondernaucheineArchitektur,diedasermöglicht.Weshalb nicht indiesemPunkt sogarvomLernen imNetz lernenundoffeneund attraktiveRäumederBegegnunggestalten?PersönlicheLernnetzwerke könnennichtnuronline,sondernmüssenauchofflineausgebautwerden. Eine Maxime unserer Zeit, global zu denken und lokal zu handeln, fordert das sogar. Vielleicht fällt es bei einer Universität der Zukunft schwer, sievoneinemhippenCo-WorkingSpacezuunterscheidenund einBlickvonaußen lässt nichtklären,welcheAkteuregeradeLehrende undwelcheLernende sind.DieAbweichungbezüglich derAntworten, ob es Universitäten als physischen Raum in ferner Zukunft brauchen wird, resultierennicht nur aus den anfangs geschilderten, unterschiedli- chen Vorstellungen zur Digitalen Transformation. Es spielt auch eine Rolle,welchesBildungsverständnis vorliegt. 4–Lernen, ein Spiegel desBildungsverständnisses EindeutscherBildungsweg ist chronologischgezeichnet.Erbeginntmit der vorschulischen Bildung, geht über in die schulische, führt zu einer Ausbildung oder akademischenBildung und endet in derWeiter- und Fortbildung. Meist sortiert und zugeordnet nach den gemessenen Fä- higkeiten. Dabei herrscht ein Bildungsverständnis,Wissen aufeinander Hochschule als tragende Säule vonGesellschaft 121
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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? Einwürfe und Provokationen
Titel
Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen?
Untertitel
Einwürfe und Provokationen
Autoren
Marko Demantowsky
Gerhard Lauer
Robin Schmidt
Herausgeber
Bert te Wildt
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Oldenburg
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-11-067326-5
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
206
Schlagwörter
Bildung, Schule, Technik, Universität, Digitalisierung
Kategorie
Technik
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