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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? - Einwürfe und Provokationen
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als „wissenschaftlich überholt“ gelten muss, „weil er suggestiv ist und nicht sauber von der Alltagssprache zu trennen ist“ (ebd., S. 205). Der Suchtdiskurs begleitet Medienwandel in der Kulturgeschichte des Menschen.LehrerkollegienführenteilweiseunberechtigteDiskussionen. Das alles stimmt und ist historisch interessant – aber daraus lassen sich weder seriösePrognosennochbrauchbareArgumente ableiten. Mag sein, dass PrüfungsformatemitNetzzugriff bald selbstverständ- lich sein werden oder Lernmanagementsysteme die Lernfortschritte so kleinteiligvermessen,dassPrüfungenobsoletwerden(oderderbesteFall: dass Lernende in digitalen Portfolios Kompetenzen nachweisen und deshalb nicht mehr geprüft werden müssen). Ausgewählte historische Anekdoten sindaufschlussreich.Sie sindabernur imRahmengenauerer Analysen und Argumentationen eine Basis für allgemeine Schlüsse, konkrete Prognosen oder Lösungsansätze zu aktuellen Problemen.Ge- rade im digitalen Diskurs werden historische Episoden oder Entwick- lungenbenutzt,umeineGegenseitelächerlichdarstellenzulassen.Solche Verkürzungen sind bei offenen undwirksamenDiskussionen über die EntwicklungvonSchulenundHochschulen zuvermeiden,weil sieden Blick auf wesentliche Fragen verstellen und versuchen Sachzwänge herzustellen, die es so nicht gibt. WirdimnächstenAbschnittalsoeinhistorischerVerlaufbeschrieben, so lässt sich aufgrund der bereits vorgelegtenÜberlegungen einCaveat formulieren: Verallgemeinerungen oder präzise Voraussagen dürfen daraus nicht abgeleitetwerden. 2–GoogleBooks Die Idee hinterGoogleBooks Als Larry Page 1996 als Student den sogenannten ,Crawler‘ entwi- ckelte, aus demdie SuchmaschineGoogle hervorging, dachte er daran, dieTechnologie für„a single, integrated anduniversal digital library“zu entwickeln (zitiert in Somers 2017). Die Vision einer durchsuchbaren Netz-Bibliothek, die alle verfügbaren Bücher enthält und sie für alle Menschen zugänglichmacht, war ab 2004 reif für dieUmsetzung. Bis 2015 scannte Google in Zusammenarbeit mit Bibliotheken rund 25MillionenBücher,2010schätzteeinbeteiligterSoftware-Ingenieur,es gebe weltweit 130 Millionen verschiedene Bücher (Taycher 2010). Seither ist beimProjekt einStillstand eingetreten.GoogleBooks ist heute einSteinbruch:BestimmteSegmentederweltweitenBuchbestände sind PhilippeWampfler156
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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? Einwürfe und Provokationen
Titel
Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen?
Untertitel
Einwürfe und Provokationen
Autoren
Marko Demantowsky
Gerhard Lauer
Robin Schmidt
Herausgeber
Bert te Wildt
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Oldenburg
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-11-067326-5
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
206
Schlagwörter
Bildung, Schule, Technik, Universität, Digitalisierung
Kategorie
Technik
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