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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? - Einwürfe und Provokationen
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sichtbar werdende digitale Transformation so lange als möglich vom behütetenRaumder eigenenBerufspraxis fernzuhalten. Darüberhinausgibteseinweiteres,vielleichtunerwartetesProblem: die zunehmende Attraktivität gewinnorientierter technologischer An- gebote großer digitalerUnternehmen,wie sie sich auf den grossenBil- dungs- und Game-Messen der Welt schon jetzt in erstaunenswerter Weisebetrachten lassen. JegrösserdieDifferenzzwischendemStandder gesellschaftlichen digitalen Transformation und der akademischen Lehrrealität, zwischendenBedürfnisseneinerdominantdigitalgeprägten GenerationunddenälterenDozierenden, zwischendenAnforderungen einer antizipierbaren späteren Berufsrealität und den tertiären Lehran- gebotenwird, desto grösser wird die Chance undWahrscheinlichkeit, dass die großen digitalenKonzerne nun auf breiter Front in dieses Feld eintretenunddieHochschulen in InstrumentederKundenbindungund Datenproliferation verwandeln.Dieser Prozess lässt sich an den Sekun- darschulenschonjetztbeobachten.VieleLehrpersonenkritisierendieszu Recht. Es nährt zusätzlich ihre Skepsis, ihre Lehrkonzepte undLehrha- bitus angesichts der digitalen Transformation zu überdenken. Digitale Resilienzwird so zu einemAspekt von kapitalismusskeptischerGesell- schaftskritik, was die Realität dann richtig spiegelt, aber an den Her- ausforderungenundChancenderdigitalenTransformationnicht zuletzt auch für die akademischeLehre vorbeigeht. Schliesslich, um einen letztenAspekt für die dominierende digitale ResilienzdesakademischenLehrbetriebsanzuführen,das fortbestehende OrientierenaneinemStatusquoante:Esfehltanpraktischerprobtenund wissenschaftlich getesteten hochschuldidaktischenModellen für die di- gital fundierteundorientiertetertiäreLehreindeneinzelnenDisziplinen. Es fehlt andisziplinspezifischenOperationalisierungen.Nur sehrwenige Kolleginnen undKollegen haben sich um die vorhersehbarenHeraus- forderungender digitalenTransformation gekümmert; nur sehrwenige digital aufgeschlossene und teils digital begeisterteDozierende konnten Konzepteund IdeenanderBasis entwickeln (vgl.Demantowsky2017). Die wenigen dieser Bemühungen blieben weitgehend isoliert, fanden kaum Anschluss und Nachahmung. Auch die elaborierte medienpäd- agogische Forschungmit ihren speziellen Lehrstühlen undAbteilungen (vgl. exzellent:Petko2014)bliebweitgehendeingeschlossenerBereich. Seit wenigen Jahren zeigen sich hier insofern Veränderungen, als die NachfragenachentsprechendenFortbildungensteigt.Fakultätsleitungen erkennen den Bedarf, zunehmendmehrDozierende folgen den Einla- dungen indieseVeranstaltungen. Quoante 183
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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? Einwürfe und Provokationen
Titel
Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen?
Untertitel
Einwürfe und Provokationen
Autoren
Marko Demantowsky
Gerhard Lauer
Robin Schmidt
Herausgeber
Bert te Wildt
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Oldenburg
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-11-067326-5
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
206
Schlagwörter
Bildung, Schule, Technik, Universität, Digitalisierung
Kategorie
Technik
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