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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? - Einwürfe und Provokationen
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SeitwenigenJahrenentwickelt sich, auchdaseinHoffnungszeichen, in den fachspezifischen disziplinären Didaktiken eine Forschungsland- schaft, die vor allem von jungen Doktorierenden geprägt wird, deren Lebensrealität das digitale Eintauchen einschließt; sie gehören zu den DigitalNatives (Prensky 2001). 2–Was bedeutet die digitaleTransformation für die tertiäre Lehre Aberwas ist diesedigitaleTransformation, die invielerleiHinsicht auch als Revolution bezeichnet werden kann? Diese Frage kann auf viele Artendiskutiertwerden,aberhiersollnureinAspektkurzangerissenund dannanhandvon sechsFeldernbeispielhaft verdeutlichtwerden,der für dasHochschulsystembesonders relevant ist,nämlichdievölligdifferente Art undWeise,wie imVergleich zumAnalogozänWissen in allenBe- reichen dokumentiert, kontextualisiert, gespeichert, strukturiert und präsentiertwird oderwerdenkann. DasKonzeptdesDigitalen ist,wenigstens alsWort, alsBezeichnung, inzwischenmehralsvertraut.Esklingtabstrakt,kaumnochjemanddenkt darübernach.Dennochbeschreibtessehrgenau,wassichallesundwiees sich verändert. DieTatsache, dass Informationen binär kodiert sind, ist nur scheinbar eingraduellerUnterschiedzukomplexerenKodierungen, wie beispielsweise der tausendfachen Leistung menschlicher Sprachen und ihrerZeichensysteme.Die radikaleEinfachheit dieserbinären1–0- Codierung lässt buchstäblich keinen Stein unverrückt, stellt alle Ge- wissheiteninFrage.WissenunterschiedlichsterHerkunftundCodierung verwandelt sich, und es funktioniert eigentlich fast wie die Alchemie, sowohl hinsichtlich derNeu-Erzeugung vonObjektenunseresWissens als auchder FormdesWissens über dieseObjekte.Die radikal einfache Binärcodierung formiert schliesslich beides digital fortschreitend zur Vollständigkeit. Das Attribut ‘digital’ ist damit technisch konkret, auch wenndie daraus resultierendeVielfalt vonFormat, Anwendung,Kom- plexität undPraxis universell ist.Das ist das Paradoxon diesesKonzepts desDigitalen: Extrem konkret und extrem allgemein zugleich zu sein. Die einfachste Codierung macht jede Information nahezu beliebig übertragbar, lesbar, speicherbar, formbar, übersetzbar, verknüpfbar, durchsuchbar, ausbeutbar. Die tendenziell komplette Vernetzung di- verserDaten planiertGebirge von Inkommensurabilität jederArt. MarkoDemantowsky184
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Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen? Einwürfe und Provokationen
Titel
Was macht die Digitalisierung mit den Hochschulen?
Untertitel
Einwürfe und Provokationen
Autoren
Marko Demantowsky
Gerhard Lauer
Robin Schmidt
Herausgeber
Bert te Wildt
Verlag
De Gruyter Open Ltd
Ort
Oldenburg
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-11-067326-5
Abmessungen
15.5 x 23.0 cm
Seiten
206
Schlagwörter
Bildung, Schule, Technik, Universität, Digitalisierung
Kategorie
Technik
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