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Dinge – Nutzer – Netze - Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
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7 Fallstudien Eine dezidierte Didaktik virtueller Museen ist in den augenblicklich existierenden Angeboten kaum auszumachen. Insgesamt scheint das virtuelle Museum auch über 20 Jahre nach der Entstehung des Begriffes noch als ein ›Neuland‹ wahrgenommen zu werden: Virtuelle Museen sind in ihrer Erscheinung so heterogen, wie sie zahl- reich sind – und verschwimmen an ihren Rändern immer wieder mit anderen kom- memorativen Arten von Netzauftritten. Nahezu alle etablierten Akteure der öffentli- chen Geschichtskultur sind in irgendeiner Form im Netz präsent: nicht nur die Mu- seen, sondern auch die Archive, Gedenkstätten, Forschungsinstitute verschiedenster Art, journalistische Formate wie Zeitungen und Zeitschriften und – selbstverständlich – zahllose Privatpersonen und private Interessengruppen (vgl. Hein 2009: 145). Statistische Daten zur Geschichts- und Erinnerungskultur im WWW liegen bisher kaum vor und unterscheiden meist nicht fundamental zwischen Angebotstypen und Trägerschaften. Entsprechend schwierig ist es, Aussagen über die Zusammensetzung des Gesamtangebotes zu treffen, sollte dieses überhaupt realistischerweise zu erhe- ben sein. Dörte Hein, die eine der wenigen Untersuchungen hierzu vorgenommen hat, verwendet eine Strategie repräsentativer Eingrenzung, namentlich auf deutsch- sprachige Trefferseiten zum Google-Suchbegriff Holocaust. Wie Hein feststellt, be- finden sich etwa 14 % dieser Seiten in der Trägerschaft von Museen und Gedenkstät- ten – was nur ein unwesentlich größerer Anteil ist als jener der von Privatleuten (13 %) und Archiven oder artverwandten Dokumentationseinrichtungen betriebenen An- gebote (10 %). Ein deutlich größerer Teil der Treffer entfällt in ihrer Untersuchung auf die journalistischen Webpräsenzen (24 %), sowie auf Bildungseinrichtungen wie Universitäten und Hochschulen (20 %) und schließlich auf vereinsmäßig organisierte Interessengruppen wie Opferverbände (19 %) (vgl. Hein 2009, 148). Die etablierten Museen sind demnach also ein durchaus wichtiger, nicht aber dominanter Mitspieler in der geschichtsdidaktischen Landschaft des WWW. Eine Untersuchung wie jene Heins sagt allerdings noch nichts darüber aus, wie viele der von ihr erhobenen Web- präsenzen begrifflich als ›virtuelle Museen‹ einzuordnen wären. Die Webseite eines Museums ist aus sich heraus ja noch lange kein virtuelles Museum, wenn sie ihrem
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Dinge – Nutzer – Netze Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
Titel
Dinge – Nutzer – Netze
Untertitel
Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
Autor
Dennis Niewerth
Verlag
transcript Verlag
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-8394-4232-6
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Virtualität, Kulturerbe, Digitalisierung, Neue Medien, Kulturmanagement, Museumswissenschaft, Digitale Medien, Mediengeschichte
Kategorie
Medien
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