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Dinge – Nutzer – Netze - Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
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320 | Dinge – Nutzer – Netze mat einer Online-Ausstellung einander gegenübergestellt werden: Das Getty verwen- det eine sehr konservative Datenbankstruktur, während das Städel sich einer vernetz- ten Architektur bedient, welche nicht nur im Hintergrund wirkt, sondern im Design der Webseite visuell aufgegriffen wird. Beide Fallstudien stehen als professionell-museale Angebote repräsentativ für den Umgang der Institution mit ihrer Virtualisierung, und zwar jeweils im ausschließ- lichen Bezug auf sich selbst. In Kapitel 7.2 wird dieser Blick geweitet werden, um die Bedeutung von Virtualisierungserscheinungen zwischen Einzelinstitutionen nä- her zu beleuchten. 7.1.1 Das J. Paul Getty Museum im Internet (www.getty.edu) Der amerikanische Ölmilliardär Jean Paul Getty (1892-1976) machte 1954 in Los Angeles erstmals seine umfangreiche Kunstsammlung der Öffentlichkeit zugänglich und schuf damit den Nukleus des heutigen J. Paul Getty Museum. Nach Gettys Tod ging sein Vermögen 1982 an den J. Paul Getty Trust, dessen Beisitzer sich den Erhalt und Ausbau von Gettys Lebenswerk zum Ziel setzten.5 Nach diversen Umzügen und Aufteilungen belegt das Museum heute zwei physische Lokalitäten: Einmal die 1974 errichtete Getty Villa in den Pacific Palisades, welche der villa dei papiri in Her- culaneum nachempfunden ist, und ein weiteres, größeres Gebäude in Brentwood als Teil des Getty Center, zu dem darüber hinaus ein Forschungsinstitut und die Verwal- tungsgebäude der Getty Foundation gehören.6 Den Kern der regulären Sammlung des Getty bilden vornehmlich antike Plasti- ken, europäische Malerei bis etwa zum Beginn des 20. Jahrhunderts, Manuskripte der bürgerlichen Aufklärung und Photographien des 19. Jahrhunderts.7 Herausragende Exponate besitzt das Museum vor allem im Bereich der Malerei, so z.B. Vincent van Goghs Schwertlilien8, das von Hyacinthe Rigaud um 1700 angefertigte Herrscher- porträt Ludwigs XIV. von Frankreich9, Caspar David Friedrichs Abendspaziergang10 sowie Rembrandts Entführung der Europa11. Die Homepage des Getty unter www.getty.edu ist sowohl ein Serviceangebot als auch eine virtuelle Erweiterung der Ausstellungsfläche. Sie informiert einerseits über das Museum selbst – seine Geschichte, seine Öffnungszeiten, laufende Ausstellungen 5 Vgl. http://www.getty.edu/about/ vom 20.05.2018. 6 Vgl. ebd., vgl. auch https://www.getty.edu/foundation/about/ vom 20.05.2018. 7 Vgl. http://www.getty.edu/museum/about.html vom 20.05.2018. 8 Vgl. http://www.getty.edu/art/gettyguide/artObjectDetails?artobj=947 vom 09.09.2015. 9 Vgl. http://www.getty.edu/art/gettyguide/artObjectDetails?artobj=582 vom 09.09.2015. 10 Vgl. http://www.getty.edu/art/gettyguide/artObjectDetails?artobj=1046 vom 09.09.2015. 11 Vgl. http://www.getty.edu/art/gettyguide/artObjectDetails?artobj=1069 vom 09.09.2015.
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Dinge – Nutzer – Netze Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
Titel
Dinge – Nutzer – Netze
Untertitel
Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
Autor
Dennis Niewerth
Verlag
transcript Verlag
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-8394-4232-6
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Virtualität, Kulturerbe, Digitalisierung, Neue Medien, Kulturmanagement, Museumswissenschaft, Digitale Medien, Mediengeschichte
Kategorie
Medien
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