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Dinge – Nutzer – Netze - Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
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Fallstudien | 323 Mutterinstitution, deren Namen die Webseite in Domain und Titel gleichermaßen führt. 7.1.2 Die digitale Sammlung des Städel Museums (www.staedelmuseum.de) Das 1815 auf Grundlage des Nachlasses des Bankiers Johann Friedrich Städel ge- gründete und zu den bedeutendsten Kunstmuseen Deutschlands zählende Frankfurter Städel Museum betreibt zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Textes – nicht zuletzt anlässlich des 200sten Jahrestages seines Bestehens – eine großangelegte Auslage- rung seiner Vermittlungstätigkeit ins Web. Das Städel spricht in diesem Zusammen- hang ausdrücklich nicht von einem von der physischen Ausstellung abgekoppelten Angebot, sondern von einer »digitalen Erweiterung«14 und der Ausdehnung des »Bil- dungsauftrag[s] des Museums weit über die physischen Grenzen des Hauses« hin- aus.15 Die Homepage zitiert Direktor Max Hollein im Jahre 2014 mit den Worten: Die zunehmende Digitalisierung unserer Lebenswelt betrifft auch vermeintlich analoge kultu- relle Inhalte wie ein 500 Jahre altes Dürer-Gemälde oder eine Handzeichnung von Henri Ma- tisse. Wenn wir das Potenzial der voranschreitenden digitalen Entwicklung richtig nutzen und es uns gelingt, daraus ein echtes alternatives Angebot zu entwickeln, bereiten wir den Weg für die Zukunft der Institution und die nächsten 200 Jahre des Städel Museums.16 Ganz unverblümt wird hier also Virtualisierung nicht als Option, sondern als eine Notwendigkeit für die ›Zukunft der Institution‹ verhandelt. Die Digitale Sammlung befindet sich im September 2015 in der Beta-Version. Sie verfügt dementsprechend noch nicht über den vollen Umfang der angepeilten Funktionen und enthält auch noch nicht die Gesamtheit des Bestandes. Im zugehörigen Impressum wird von den Be- treibern offen die Bitte an die User gerichtet, sich mit Anregungen und Hinweisen auf Software-Fehler per E-Mail bemerkbar zu machen.17 Die Sammlung selbst kann über die reguläre Museumshomepage www.staedelmuseum.de aufgerufen werden und entspricht dieser in ihrer reduzierten, überwiegend in Weiß- und Beigetönen ge- haltenen Ästhetik. In der Webseiten-Architektur ist sie allerdings unter der Domain digitalesammlung.staedelmuseum.de von ihr abgesetzt. Die Startseite der digitalen Sammlung bildet eine langsam seitwärts über den Bildschirm rollende Abfolge von Bildern aus der Sammlung. Hierbei handelt es sich sowohl um Scans von Gemälden, 14 http://www.staedelmuseum.de/de/geschichte vom 18.09.2015. 15 Ebd. 16 Ebd. 17 https://digitalesammlung.staedelmuseum.de/index.html#/ vom 18.09.2015.
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Dinge – Nutzer – Netze Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
Titel
Dinge – Nutzer – Netze
Untertitel
Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
Autor
Dennis Niewerth
Verlag
transcript Verlag
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-8394-4232-6
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Virtualität, Kulturerbe, Digitalisierung, Neue Medien, Kulturmanagement, Museumswissenschaft, Digitale Medien, Mediengeschichte
Kategorie
Medien
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