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Dinge – Nutzer – Netze - Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
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352 | Dinge – Nutzer – Netze 7.2.4 Das Google Art Project (www.googleartproject.com) Am 1. Februar 2011 enthüllte Google mit dem Art Project das Ergebnis einer andert- halbjährigen Zusammenarbeit mit zunächst 17 international bedeutenden Kunstmu- seen. Zu den teilnehmenden Gründerinstitutionen gehörten unter anderen die Alte Nationalgalerie in Berlin, die National Gallery in London, das Museum of Modern Art in New York, die Galleria degli Uffizi in Florenz, das Van Gogh Museum in Amsterdam und das Château de Versailles. Mittlerweile arbeitet das Projekt mit über 250 Partnerhäusern in über 40 Ländern zusammen.94 Nach eigener Darstellung will das Art Project Googles Methode sein, kulturelle Verantwortung zu übernehmen und existierende firmeneigene Technologien eben nicht nur in den Dienst selbstverstär- kender Cyber-Popularität zu stellen, sondern Nutzern Zugriff auf kuratierte Ausstel- lungen aus aller Welt zu ermöglichen: With a team of Googlers working across many product areas we are able to harness the best of Google to power the Art Project experience. Few people will ever be lucky enough to be able to visit every museum or see every work of art they᾿re interested in but now many more can enjoy over 40.000 works of art from sculpture to architecture and drawings all in one place. We᾿re also lucky at Google to have the technology to make this kind of project a reality.95 ›Technik verpflichtet‹ also ebenso, wie sie ermächtigt – und wo die Überzahl muse- aler Netzauftritte immer noch vorrangig auf die Kombination von Text und Bild setzt, will Google die ganze Bandbreite digitaler Intermedialität ausschöpfen: In addition to the incredible artwork from collections around the world, such as paintings, draw- ings, sculptures, historic and religious artefacts, photographs and important manuscripts, there is a wealth of additional material. Expertly narrated videos, audio guides, viewing notes, de- tailed information, maps and so on provide an invaluable range of content for visitors to enjoy.96 Im Zentrum des Projektes steht dabei die »virtual gallery tour«, welche auf einer Technologie basiert, die ursprünglich für Googles (von Datenschützern umstrittenen) Street View-Dienst entwickelt wurde. Der Nutzer erlebt die teilnehmenden Museen aus der ersten Person in Form von Fotografien, die mit speziellen 360°-Kamerastati- ven aufgenommen wurden und ein rotierbares Panorama bilden. Die Verwendung dieser bereits etablierten Techik ermöglicht es den Rezipienten darüber hinaus, direkt aus den Straßen von Street View in die Museen des Art Project zu wechseln, also 94 Vgl. https://sites.google.com/a/pressatgoogle.com/art-project/faqs vom 11.09.2015. 95 Vgl. https://sites.google.com/a/pressatgoogle.com/art-project/technology-behind-the-art- project vom 11.09.2015. 96 Vgl. ebd.
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Dinge – Nutzer – Netze Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
Titel
Dinge – Nutzer – Netze
Untertitel
Von der Virtualisierung des Musealen zur Musealisierung des Virtuellen
Autor
Dennis Niewerth
Verlag
transcript Verlag
Datum
2018
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-8394-4232-6
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Virtualität, Kulturerbe, Digitalisierung, Neue Medien, Kulturmanagement, Museumswissenschaft, Digitale Medien, Mediengeschichte
Kategorie
Medien
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